Vater muss nach Schüttel-Tod seines Babys jahrelang in Haft

dpa/lsw Heidelberg. Ein 40-Jähriger aus Wiesloch (Rhein-Neckar-Kreis) hat seinen kleinen Sohn so stark geschlagen und geschüttelt, dass er gestorben ist. Dafür hat das Landgericht Heidelberg den Mann am Dienstag zu sieben Jahren Haft verurteilt. Der geständige Mann und die Staatsanwaltschaft gaben ab, keine Rechtsmittel einlegen zu wollen. Unklar ist noch, wie die Mutter des knapp acht Monate alten Babys entscheidet; sie war als Nebenklägerin aufgetreten. Die getrennt lebenden Eltern betreuten das Kind im Wechsel.

Ein Richterhammer aus Holz liegt auf der Richterbank. Foto: Uli Deck/dpa

Ein Richterhammer aus Holz liegt auf der Richterbank. Foto: Uli Deck/dpa

Die Richter ordneten überdies einen Aufenthalt in einer Entziehungsanstalt an. Der wegen Totschlags Verurteilte hatte die Tat im Mai dieses Jahres betrunken und unter Drogen begangen. Er räumte ein, er habe das weinende Kind „zur Ruhe bringen“ wollen.

Fälle, in denen überforderte Eltern ihre sehr jungen Kinder schütteln und dadurch schädigen oder töten, gibt es immer wieder. Ärzte warnen davor, weil dies Verletzungen der Wirbelsäule und des Gehirns nach sich ziehen kann.

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Erstellt:
22. Dezember 2020, 17:34 Uhr

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