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VDMA: längere Bezugsdauer von Kurzarbeitergeld

dpa/lsw Konstanz. Die hohe Abhängigkeit vom Automobilbau macht den Maschinenbau in Baden-Württemberg nach Einschätzung von Verbandschef Dietrich Birk besonders anfällig für die Folgen der Corona-Pandemie. Viele Unternehmen aus dem Zuliefererbereich hätten wegen der schlechten Branchenkonjunktur bereits im Frühjahr 2019 Kurzarbeit angemeldet, sagte der Geschäftsführer des Maschinenbauverbands VDMA dem „Südkurier“ (Samstag). Für diese Firmen werde es jetzt eng, weil die maximale Bezugsdauer von Kurzarbeitergeld derzeit auf ein Jahr begrenzt ist. Birk forderte deshalb von der Bundesregierung, die Bezugsdauer des Kurzarbeitergeldes auf mindestens zwei Jahre zu verlängern.

Dietrich Birk, der Geschäftsführer des Landesverbandes Baden-Württemberg des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA). Foto: Bernd Weissbrod/dpa/Archivbild

Dietrich Birk, der Geschäftsführer des Landesverbandes Baden-Württemberg des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA). Foto: Bernd Weissbrod/dpa/Archivbild

Bis Ende 2019 habe der Südwest-Maschinenbau noch einen Beschäftigungsaufbau in Form von Neueinstellungen verzeichnet, sagte der VDMA-Chef. Diese seien aber „zwischenzeitlich deutlich zum Erliegen gekommen“. Ende 2019 hätten in Baden-Württemberg gut 315 000 Beschäftigte im Maschinenbau gearbeitet. „96 Prozent der Unternehmen befürchten derzeit Umsatzeinbußen im laufenden Jahr.“ Fast zwei Drittel von ihnen rechneten mit Einbrüchen von bis zu 30 Prozent. Je länger die Krise dauere, desto wahrscheinlicher werde auch ein Personalabbau in der sonst erfolgreichen Branche.

Birk lobte die Tarifparteien: „Geräuschlos und einmütig“ hätten sich der Arbeitgeberverband Südwestmetall und die Gewerkschaft IG Metall Ende März auf einen Abschluss geeinigt, der für 2020 keine Gehaltserhöhung vorsehe. „Wenn es darauf ankommt, ziehen Arbeitgeber und Gewerkschaften im Metall- und Elektrobereich an einem Strang“, sagte Birk. Oberste Priorität habe jetzt die Existenzsicherung der Betriebe und der Beschäftigten.

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Erstellt:
10. April 2020, 19:06 Uhr

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