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Venezuela wirft Amerikaner aus dem Land

Maduro lässt angebliche Saboteure des Stromnetzes festnehmen

Caracas /DPA - Funkstille zwischen Washington und Caracas: Im Konflikt zwischen den USA und dem venezolanischen Staatschef Nicolás Maduro hat die Regierung in Caracas das verbliebene US-Botschaftspersonal des Landes verwiesen. Die Mitarbeiter hätten 72 Stunden Zeit, um Venezuela zu verlassen, teilte das Außenministerium am Dienstag mit. Die venezolanische Regierung sei grundsätzlich allerdings weiter zum Dialog bereit, solange die Gespräche von gegenseitigem Respekt geprägt seien.

Zuvor hatten die Vereinigten Staaten bereits angekündigt, ihr noch in Caracas verbliebenes Botschaftspersonal abzuziehen. „Die Entscheidung spiegelt die sich verschlechternde Lage in Venezuela wider und die Erkenntnis, dass die Anwesenheit des diplomatischen Personals sich zu einem Hemmschuh der US-Politik entwickelt hat“, schrieb US-Außenminister Mike Pompeo auf Twitter.

Maduro hatte bereits im Januar die diplomatischen Beziehungen zu den USA abgebrochen. Er reagierte damit auf die Unterstützung Washingtons für seinen Widersacher Juan Guaidó, der sich am 23. Januar zum Interimspräsidenten erklärt hatte. Ein Großteil der US-Diplomaten hatte daraufhin Venezuela verlassen, eine kleine Besetzung blieb aber in der Botschaft in Caracas.

Unterdessen verschärft sich die Krise in Venezuela immer weiter. Wegen eines seit Tagen andauernden Stromausfalls erklärte die Regierung auch den Dienstag und den Mittwoch zu arbeits- und unterrichtsfreien Tagen. Maduro sagte, dass zwei Verdächtige bei dem Versuch gefasst worden seien, das Kommunikationssystem des wichtigen Guri-Wasserkraftwerkes zu sabotieren. Zudem wurden Ermittlungen gegen Guaidó wegen Sabotage gegen die Energieversorgung des Landes eingeleitet, wie Generalstaatsanwalt Tarek William Saab mitteilte. Maduro machte für den „elektrischen Coup“ erneut Washington und die Opposition verantwortlich. Nur die USA verfügten über die Technologie für einen derartigen „Cyberangriff“. Die Opposition um Guaidó macht fehlende Wartung, Korruption und Missmanagement für den Stromausfall verantwortlich. Dieser führt zu weiteren Engpässen, etwa bei der Wasserversorgung.

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Erstellt:
13. März 2019, 03:04 Uhr

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