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Verband: Apotheker leisten in Krise „fast Übermenschliches“

dpa/lsw Karlsruhe. Viele der 2400 Apotheken in Baden-Württemberg sind in Corona-Zeiten bis an die Belastungsgrenze gefordert. „In den letzten Wochen haben die Apotheken-Teams im ganzen Land fast Übermenschliches geleistet“, sagte ein Sprecher des Landesapothekerverbandes. Vor allem im März hatten die Apotheker alle Hände voll zu tun. „Die Kundenfrequenz war enorm hoch. Gleichzeitig mussten die Teams an ihrem Eigenschutz arbeiten und sich in vielen Fällen komplett neu aufstellen.“

Ein Apotheker desinfiziert sich hinter einer Plexiglasscheibe die Hände. Foto: Bernd Thissen/dpa/Archivbild

Ein Apotheker desinfiziert sich hinter einer Plexiglasscheibe die Hände. Foto: Bernd Thissen/dpa/Archivbild

So hätten Apotheken Infektionsschutzscheiben installiert, Regeln für den Kundenverkehr eingeführt, den Botendienst verstärkt, den Vorrat mit Arzneimitteln erhöht und mancherorts sogar Schichtbetrieb eingeführt. Auch hätten nun viele Apotheken sonntags geöffnet - zusätzlich zu den Nacht- und Notdiensten. Alten- und Pflegeeinrichtungen sowie mancherorts sogar Krankenhäuser und Notfallambulanzen würden weiter versorgt. Hinzu komme, dass viele Apotheker nun selbst Desinfektionsmittel herstellen, weil das aus industrieller Produktion derzeit nicht zu besorgen sei. „Diese Arbeit wird in aller Regel nach Geschäftsschluss und am Wochenende geleistet“, sagt der Verbandssprecher.

Insgesamt sei die Versorgung mit Medikamenten - mit den Einschränkungen, die es auch vor der Corona-Pandemie gab - stabil und verlässlich. Für den Fall, dass mal ein Medikament fehle, finde sich in aller Regel eine verlässliche Alternative. Es geben keinen Grund, zu horten.

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Erstellt:
7. April 2020, 05:47 Uhr

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