Verdacht auf sexualisierte Gewalt im Boxen

dpa Stuttgart. Im olympischen Boxen in Baden-Württemberg wird dem Verdacht auf sexualisierte Gewalt nachgegangen. Nach einem Bericht der „Stuttgarter Zeitung“ und „Stuttgarter Nachrichten“ bestätigte der Deutsche Boxsport-Verband (DBV) am Donnerstag, dass seine Sportart betroffen ist. „Wir befinden uns noch in einem ganz frühen Stadium und man muss sehr sorgsam mit dem Thema umgehen. Es gilt sowohl die Unschuldsvermutung als auch der Opferschutz“, sagte DBV-Generalsekretär Michael Müller der Deutschen Presse-Agentur. „Wir werden in unserem Rahmen die Dinge mit aller Konsequenz verfolgen.“

Die Staatsanwaltschaft Heidelberg hat mittlerweile ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, wie ein Sprecher auf Nachfrage bestätigte. Zuvor waren bei verschiedenen Polizeidienststellen im Land Anzeigen eingegangen. „Wir sind dabei, die entsprechenden Unterlagen zu sammeln und zusammenzufügen“, sagte der Sprecher.

Ende Oktober hatte der Landessportverband Baden-Württemberg (LSVBW) mitgeteilt, dass ein Verdacht gegen einen Trainer und weitere Personen aus dem Leistungssport vorliege. Die Beschuldigten seien mit Bekanntwerden der Vorwürfe vorläufig freigestellt worden, hieß es in einer weiteren Mitteilung am Donnerstag. „Mit der Übernahme der polizeilichen Ermittlungen und der Freistellung sind vorläufig alle notwendigen Maßnahmen erfolgt“, sagte LSVBW-Präsidentin Elvira Menzer-Haasis.

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Erstellt:
12. November 2020, 17:45 Uhr

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