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Verdi-Chef Bsirske greift Paketdienste an

Berlin /AFP - Verdi-Bundeschef Frank Bsirske beklagt kriminelle Machenschaften bei Paketdiensten. „In der Paketzustellbranche haben sich zum Teil mafiöse Strukturen etabliert“, sagte Bsirske den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Oftmals würden Löhne weit unter dem Mindestlohn gezahlt. SPD-Chefin Andrea Nahles kündigte Abhilfe an. „Unternehmen wie Hermes engagieren Firmen, die wiederum andere Firmen beauftragen, die dann Menschen aus der Ukraine, aus Moldawien oder aus Weißrussland in die Lieferfahrzeuge setzen“, sagte Bsirske. Viele hätten gefälschte Pässe. Den Betroffenen würden „Stundenlöhne von 4,50 Euro oder sechs Euro gezahlt, und das bei Arbeitszeiten von zwölf oder sogar 16 Stunden pro Tag“. Das Problem werde größer, je mehr die Branche der Paketzusteller boome. Der Verdi-Chef fordert Regierung und Gesetzgeber zum Handeln auf. „Die Politik muss auch in der Paketbranche die sogenannte Nachunternehmerhaftung einführen“, sagte Bsirske. „Das bedeutet, dass der eigentliche Auftraggeber für die korrekten Arbeitsbedingungen bei allen Subunternehmern verantwortlich ist.“ Das gebe es bislang nur in der Bau- und der Fleischbranche.

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Erstellt:
26. Februar 2019, 10:25 Uhr

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