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Verdi fordert Runden Tisch vor Ausweitung der Kita-Öffnung

dpa/lsw Stuttgart. Eltern machen Druck: Sie sehnen die weitere Öffnung der Kitas herbei. Ab Montag soll die Betreuung schrittweise ausgeweitet werden. Doch es gibt noch viele Fragen. Setzen sich alle Akteure an einen Tisch?

Papphocker mit dem Logo der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/Symbolbild/Archiv

Papphocker mit dem Logo der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/Symbolbild/Archiv

Die Gewerkschaft Verdi fordert einen Runden Tisch zu der geplanten Ausweitung der Kinderbetreuung in den Kitas im Südwesten. Dort müssten alle Beteiligten die noch offenen Fragen klären, teilte Verdi am Donnerstag in Stuttgart mit. Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) zeigte sich offen dafür. „Ich halte eine gemeinsame Verständigung über die notwendigen Maßnahmen und Schritte zur weiteren Öffnung der Kitas für sehr sinnvoll“, teilte Eisenmann mit. Wer zu den Gesprächen einlädt, war allerdings zunächst unklar.

Die Zeit ist knapp: Bereits ab diesem Montag sollen nach Eisenmanns Plänen schrittweise wieder mehr Kinder in die Kitas gehen. Allerdings hatten Gewerkschaften und Kommunen bemängelt, dass viele Fragen noch nicht geklärt seien. Bislang gibt es in den Kitas wegen Corona nur eine Notbetreuung, die aber ausgeweitet worden ist. Nach Angaben des Ministeriums gehen schon wieder bis zu 25 Prozent der Kinder in die Kita.

Verdi-Landeschef Martin Gross sagte, die Kitas sollten so schnell wie möglich öffnen. Sie müssten aber definitiv auch so sicher sein, wie es wegen Corona nötig sei. „Nach rund neun Wochen Schließung kommt es jetzt nicht auf einige wenige Tage an“, sagte Gross. Das Kultusministerium hatte erklärt, für die schrittweise Öffnung der Kitas seien die jeweiligen Träger und Einrichtungen zuständig. Weil die Situation vor Ort wegen räumlicher und personeller Kapazitäten unterschiedlich sei, gebe es hierfür bewusst Spielräume.

Erlaubt sind künftig maximal 50 Prozent der Kinder, die normalweise in die jeweilige Kita gehen. Kinder in der erweiterten Notbetreuung oder mit besonderem Förderbedarf haben Vorrang. Denkbar ist nach Angaben des Kultusministeriums etwa, dass Kinder in festen Gruppen abwechselnd an einzelnen Wochentagen in die Kita kommen. Die Corona-Lenkungsgruppe der Landesregierung hatte am Mittwochabend die entsprechenden Beschlüsse gefasst, die nun noch juristisch in Form gegossen werden müssen. Die neue Corona-Verordnung soll nach Angaben des Justizministeriums spätestens am Samstag verkündet werden.

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Erstellt:
14. Mai 2020, 11:33 Uhr

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