Tarifrunde der Länder

Verdi-Warnstreiks am Dienstag und Mittwoch

Die Tarifrunde im öffentlichen Dienst der Länder nimmt Fahrt auf: Die Gewerkschaft Verdi ruft zu größeren Warnstreiks im Südwesten auf – auch im Raum Esslingen und Tübingen.

Verdi mobilisiert in der Tarifrunde.

© picture alliance/dpa (Symbolbild)

Verdi mobilisiert in der Tarifrunde.

Von Matthias Schiermeyer

Kurz vor der zweiten Verhandlungsrunde im öffentlichen Dienst der Länder ruft die Gewerkschaft Verdi zur Warnstreiks auf. Am Dienstag ist der Raum Esslingen betroffen – am Mittwoch soll es in Tübingen, Karlsruhe und Mannheim Arbeitsniederlegungen geben. Verdi rechnet insgesamt mit mehreren hundert Streikenden. Betroffen sind vor allem die jeweiligen Universitäten, Hochschulen und Studierendenwerke sowie weitere Einrichtungen des Landes.

Flächendeckende Warnstreiks vor dritter Runde zu erwarten

„Beschäftigte im öffentlichen Dienst sind keine überflüssige Bürokratie, sie sind das Rückgrat unseres Gemeinwesens“, sagt Verdi-Landesvize Hanna Binder. „Wir erwarten von den Arbeitgebern am Donnerstag ein klares Bekenntnis zu ihrem Personal.“ Die Gewerkschaften fordern sieben Prozent mehr Gehalt im Monat – mindestens aber 300 Euro zusätzlich, um die unteren Lohngruppen zu stärken. Darüber hinaus sollen alle Zeitzuschläge um 20 Prozentpunkte steigen.

Die Tarifrunde für rund 925 000 Tarifbeschäftigte der Länder hatte Anfang Dezember begonnen. Nach der zweiten Verhandlungsrunde am Donnerstag und Freitag steht am 11./12. Februar eine dritte und womöglich finale Runde in Potsdam an. Zuvor dürfte es flächendeckend in der Republik – damit auch in der Region Stuttgart – zu größeren Warnstreiks im öffentlichen Dienst kommen. In Baden-Württemberg gibt es nach Angaben des Statistischen Landesamtes insgesamt gut 110 000 direkt von den Tarifverhandlungen betroffene Angestellte und 194 000 indirekt betroffene Beamte.

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Erstellt:
12. Januar 2026, 10:30 Uhr

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