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Vergiftungsgefahr nach Verwechslung

Maiglöckchen statt Bärlauch auf dem Wochenmarkt verkauft

Bärlauch im Wald. Foto: A. Becher

© Pressefotografie Alexander Beche

Bärlauch im Wald. Foto: A. Becher

BACKNANG/WAIBLINGEN (pol/sil). Auf den Wochenmärkten in Backnang und Waiblingen kam es am Samstag beim Verkauf von Bärlauchgemüse möglicherweise zu einer Beimischung der hochgiftigen Maiglöckchen beziehungsweise Herbstzeitlose.

Laut Angaben der Polizei musste eine Person, die dort Bärlauch gekauft und verzehrt hat, in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Noch könne man nicht genau sagen, ob es dabei wirklich zu einer Beimischung der giftigen Pflanzen kam. Betroffene Kunden, die auf dem Wochenmarkt Bärlauch gekauft haben, sollten diesen vorsichtshalber nicht essen und Rücksprache mit dem Gemüsehändler halten.

Bärlauch und Maiglöckchen sowie Herbstzeitlose können leicht verwechselt werden, da sich ihre Blätter sehr ähnlich sehen. Werden die falschen Blätter mitgegessen, kommt es meist zu Übelkeit und Brechdurchfall, bei starken Vergiftungen droht Herzstillstand. Allerdings mögen Maiglöckchen die feuchten, nährstoffreichen Böden der Auwälder nicht, auf denen der Bärlauch sich wohlfühlt.

Gut erkennen lässt sich der Bärlauch auch am Geruch. Wenn man seine Blätter zwischen den Fingern zerreibt, riecht es nach Knoblauch. Der Saft von Herbstzeitlose und Maiglöckchen ist im Gegensatz dazu geruchlos. Hat man die Geruchsprobe bereits gemacht und sucht danach noch weiter, hat man allerdings immer noch den charakteristischen Geruch an den Fingern und sollte vorsichtig sein.

Neben dem Geruch ist auch die Blattstruktur ein Indiz auf Bärlauch: Seine Blätter treiben einzeln aus dem Boden. Zudem sind sie deutlich in eine lanzettähnliche Blattfläche und einen dünnen Blattstiel unterteilt. Bärlauch gibt es zudem nur von Ende März bis Mai. Wer außerhalb dieses Zeitraums meint, auf Bärlauch gestoßen zu sein, sollte skeptisch sein.

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Erstellt:
28. April 2019, 13:50 Uhr

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