53-Jährige erneut wegen Beihilfe zum Mord vor Gericht

dpa/lsw Offenburg. Nach dem Mord an einer Internet-Bekanntschaft muss sich eine Frau seit Dienstag wieder vor dem Landgericht Offenburg verantworten. Es geht um die siebenjährige Freiheitsstrafe wegen Beihilfe, die der Bundesgerichtshof aufgrund eines Verfahrensfehlers im Strafmaß aufgehoben hatte. Zu Beginn des neuen Prozesses wurde nach Angaben einer Gerichtssprecherin zunächst ein Antrag auf Ausschluss der Öffentlichkeit verhandelt.

Eine Statue der Justitia steht unter freiem Himmel. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild

Eine Statue der Justitia steht unter freiem Himmel. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild

Das Landgericht hatte es im Juli 2019 als erwiesen angesehen, dass die Frau und ihr Ehemann einen 43-Jährigen aus Lahr (Ortenaukreis) nachts in eine Falle gelockt hatten. Das Opfer hatte die heute 53 Jahre alte Angeklagte über das Internet kennengelernt und mit ihr intime Nachrichten per Handy ausgetauscht. Weil der Ehemann damit nicht einverstanden war, tötete er den Nebenbuhler im Mai 2018 auf einem Feldweg in der Nähe eines Kreisverkehrs bei Offenburg. Seine Frau hatte ihm dabei nach Überzeugung des Gerichts geholfen. Die Polizei nahm das Ehepaar rund zwei Wochen später fest.

Die gegen den Mann wegen Mordes verhängte lebenslange Freiheitsstrafe ist rechtskräftig. Für das neue Verfahren gegen die Frau sind vier weitere Termine bis kurz vor Weihnachten angesetzt. Gehört werden sollen unter anderem eine Psychiaterin und ein Rechtsmediziner.

© dpa-infocom, dpa:211108-99-916671/5

Die Angeklagte in einem Prozess wegen Beihilfe zum Mord sitzt in Saal 2 des Landgerichts Offenburg. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa

Die Angeklagte in einem Prozess wegen Beihilfe zum Mord sitzt in Saal 2 des Landgerichts Offenburg. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa

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Erstellt:
9. November 2021, 03:35 Uhr

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