Verkehr auf Schnellfahrstrecke Mannheim-Stuttgart läuft an

dpa/lsw Stuttgart. Nach mehr als einem halben Jahr Bauzeit können Bahnfahrgäste wieder deutlich schneller zwischen Mannheim und Stuttgart reisen. Die Deutsche Bahn hat am Sonntag die Schnellfahrstrecke zwischen den beiden Städten wieder in Betrieb genommen. Der erste Zug sei am Vormittag pünktlich zu seiner Fahrt gestartet, sagte eine Sprecherin der Bahn. Die Fahrt dauert 37 Minuten. Während der Arbeiten an der 1991 fertiggestellten Strecke mussten Reisende Umwege und deutlich längere Fahrtzeiten in Kauf nehmen.

Ein ICE der Deutschen Bahn fährt bei Wiesental auf der Schnellfahrstrecke Mannheim-Stuttgart. Foto: Uli Deck/dpa/Archivbild

Ein ICE der Deutschen Bahn fährt bei Wiesental auf der Schnellfahrstrecke Mannheim-Stuttgart. Foto: Uli Deck/dpa/Archivbild

Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) teilte zur Aufnahme des Verkehrs auf der Trasse mit: „Die Sanierung und Sperrung der Strecke war eine Belastung für die Fahrgäste, aber dringend nötig.“ Die Umwege auf den alten Strecken hätten bewusst gemacht, welchen Zeitvorteil und wie viel Kapazität die Neubaustrecke Mannheim-Stuttgart habe. „Ich freue mich zusammen mit vielen Fahrgästen, dass man wieder in der halben Zeit die Strecke schafft - und dass der Nahverkehr auf den Ausweichstrecken auch wieder ungestört funktioniert.“

Die 99 Kilometer lange Strecke war seit dem 10. April erneuert worden. Bei den Arbeiten wurden 190 Kilometer Gleise ausgetauscht und 54 Weichen erneuert. Nach Bahnangaben wird sie durchschnittlich von 185 Fern- und 24 Güterzügen pro Tag befahren. Pro Jahr sind laut Bahn bis zu 24 Millionen Fahrgäste zwischen Mannheim und Stuttgart unterwegs.

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Erstellt:
1. November 2020, 10:56 Uhr

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