Verkehr in der Friedhofstraße wird beruhigt

Gemeinderäte beschließen Pop-up-Maßnahme in Erbstetten im Rahmen der Aktion Klima Mobil.

Klima-Mobil-Treffen mit dem Verkehrsminister: Irmtraud Wiedersatz und Winfried Hermann. Archivfoto: Gemeinde

Klima-Mobil-Treffen mit dem Verkehrsminister: Irmtraud Wiedersatz und Winfried Hermann. Archivfoto: Gemeinde

Burgstetten. Der verkehrsberuhigten Planung der Friedhofstraße in Erbstetten als Pop-up-Maßnahme im Rahmen der Aktion Klima Mobil hat der Burgstettener Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung zugestimmt. Der Auslöser der Überlegung war, dass in dieser Straße viel zu schnell gefahren wird. Und das, obwohl es bereits ein Tempolimit von 30 Kilometern pro Stunde gibt und sich zudem ein Kindergarten in der Straße befindet.

Wie in der Gemeinderatssitzung bekannt gegeben wurde, fahren „aktuell 64 Prozent der Fahrzeuge“ zu schnell. In der ausgewiesenen Zone 30 in der Friedhofstraße wurden demnach Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 70 Stundenkilometern gemessen.

Um die Gefahrenlage, insbesondere im Bereich des Kindergartens, zu verringern, sollen deshalb Maßnahmen getroffen werden, die das Tempo der Auto-, Lkw- und Motorradfahrer drosseln. Nach längerer und ausführlicher Diskussion stimmte der Gemeinderat mehrheitlich dafür, dass zwei Fahrbahnschwellen auf der Straße installiert werden.

Eine Mehrheit gab es auch für weitere Maßnahmen wie farbliche Markierungen, die auf die Gefahrenstellen hinweisen und die unterschiedlichen Bereiche der Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger und Fahrradfahrer kenntlich machen sollen. Nur die Fahrradständer, die vom Team Red zusätzlich vorgeschlagen worden waren, fanden im Gremium letztlich keine Mehrheit.

Zur Gemeinderatssitzung in der Gemeindehalle in Burgstall waren zwei Sachverständige per Videokonferenz hinzugeschaltet, zum einen Bodo Schwieger, Geschäftsführer des Büros Team Red aus Berlin, zum anderen Hendrik Beeh von der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg aus Stuttgart.

Wie Schwieger ausführte, war sein Büro in Kontakt mit der zuständigen unteren Straßenverkehrsbehörde der Stadt Backnang getreten. Die zuständige Amtsleiterin Gisela Blumer hätte sich offen für die geplante Maßnahme gezeigt. Ähnliche Maßnahmen seien bereits in der Vergangenheit bei der Stadt Backnang durchgeführt worden. Um die Planungen rechtssicher gestalten zu können, würden diese nun im Austausch zwischen der Straßenverkehrsbehörde der Stadt Backnang und den Mitarbeitern des Büros Team Red erfolgen. Mit dem Einbau der Straßenschwellen und den farblichen Markierungen will man im September beginnen, wenn die Schule nach den Sommerferien wieder startet. flo/pm

Zum Artikel

Erstellt:
10. August 2021, 06:00 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Lesen Sie jetzt!
Leben mit dem Lärm
Top

Stadt & Kreis

Leben mit dem Lärm

Krach macht krank — das ist wissenschaftlich erwiesen. Die Folgen reichen von Hörschäden über Depressionen bis hin zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Um auf die Gefahren einer zu hohen Lärmbelastung aufmerksam zu machen, wurde der letzte Mittwoch im April zum "Tag gegen den Lärm" erklärt. Anlässlich dieses Aktionstages haben wir mit Menschen gesprochen, die beruflich oder privat hohen Geräuschpegeln ausgesetzt sind.

Thomas Klingseis (links) und Hendrik Turni (rechts) nehmen das Artenspektrum im Waldgebiet Hörnle ein Jahr lang genau unter die Lupe. Philip Gohl (Mitte) ist Projektleiter beim Unternehmen Uhl Windkraft, das hier drei Windkraftanlagen plant. Fotos: Alexander Becher
Top

Stadt & Kreis

Artenschutzkartierung für Windkraftvorhaben im Gebiet Hörnle

Auf der Suche nach Wespenbussard und Co.: Das Unternehmen Uhl Windkraft und das Haus Württemberg planen gemeinsam mit den Kommunen Backnang und Winnenden bis zu drei Windkraftanlagen im Waldgebiet Hörnle südwestlich von Allmersbach im Tal. Aktuell führen Gutachter eine Artenschutzkartierung durch.