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Verkehrsfreigabe zieht sich in die Länge

Der Abschnitt zwischen Waldrems und Nellmersbach ist beim vierspurigen Ausbau der B14 zwar der einfachste, aber er wird und wird nicht fertig

Gestern rollte der Verkehr in Richtung Süden auf der linken Fahrspur, damit auf der Neubaustrecke die restlichen Fahrbahnmarkierungen aufgebracht werden konnten. Der Verkehr soll laut Plan heute wieder zurückverlegt werden. Foto: A. Becher

© Pressefotografie Alexander Beche

Gestern rollte der Verkehr in Richtung Süden auf der linken Fahrspur, damit auf der Neubaustrecke die restlichen Fahrbahnmarkierungen aufgebracht werden konnten. Der Verkehr soll laut Plan heute wieder zurückverlegt werden. Foto: A. Becher

Von Matthias Nothstein

BACKNANG. Es dauert und dauert und dauert. Die Rede ist vom vierspurigen Ausbau der B14. Der Abschnitt zwischen Nellmersbach und Waldrems, gerade einmal einen Kilometer lang und eigentlich ohne größere topografische Schwierigkeiten, sollte ursprünglich im November 2017 fertig sein. Dann hieße es im Mai dieses Jahres. Und seither wird die Fertigstellung Monat für Monat nach hinten datiert. Zuletzt meldeten wir Mitte September: „Spätestens im Oktober rollt der Verkehr.“ Die Informationen, die uns zu dieser Einschätzung ermutigten, kamen vom Regierungspräsidium Stuttgart, das die Maßnahme im Auftrag des Bunds koordiniert. Doch nun liegt ein neuer Zeitplan vor, wonach die Verkehrsfreigabe aller vier Spuren erst Mitte oder Ende November erfolgen kann. Und auch dann sind die Arbeiten an dem Abschnitt noch nicht endgültig fertig.

Gestern wurde der Verkehr in Richtung Süden wegen Fahrbahnmarkierungsarbeiten auf die linke Spur verlegt. Heute soll es wieder zurück auf die rechte Spur gehen, damit dann ab Mitte November die restlichen Mittelleitplanken montiert werden können. Für die Umbauarbeiten am Knotenpunkt Waldrems ist eine Verbreiterung der Fahrbahn um 80 Zentimeter vor dem Knotenpunkt in Fahrtrichtung Backnang notwendig, um alle Fahrbeziehungen realisieren zu können. Diese Verbreiterung wird derzeit durchgeführt, teilt das Regierungspräsidium mit.

Vor Freigabe der Illerstraße sind noch Umbaumaßnahmen am Knoten Waldrems erforderlich. Diese werden voraussichtlich ab Mitte November durchgeführt und umfassen kleinere bauliche Arbeiten. Dazu gehören das Entfernen von bestehender Markierung, das Aufbringen neuer Fahrbahnmarkierungen, die Abstimmung beider Ampelanlagen am Knotenpunkt Waldrems und Illerstraße aufeinander sowie das Herstellen der Verkehrsinsel an der Illerstraße zur B14 hin. Diese Arbeiten dauern etwa sechs Wochen, also bis zum Jahresende.

Bis der anvisierte Knoten Waldrems fertig ist, fließt der Verkehr künftig so: Zwei Fahrstreifen führen aus der Neckarstraße links auf die B14 in Fahrtrichtung Stuttgart. Die Anbindung aus der Donaustraße an die B14 entfällt und wird durch die Illerstraße ersetzt. Lediglich der öffentliche Nahverkehr wird aus der Donaustraße ausfahren können. Aus Fahrtrichtung Stuttgart wird das Gewerbegebiet künftig über die Illerstraße angebunden. Ebenso erfolgt die Ausfahrt aus dem Gewerbegebiet in alle Richtungen über die Illerstraße. Die Einfahrt in die Donaustraße ist aus Waldrems (Neckarstraße) und von Backnang her kommend (B14) weiterhin möglich.

Kein großes Tralala Von Matthias Nothstein Eine feierliche Verkehrsfreigabe mit viel Humptata und Politprominenz ist laut Regierungspräsidium für die nun hoffentlich bald fertige Strecke nicht vorgesehen. Die Begründung aus Stuttgart lautet, dass es sich nur „um einen Teilabschnitt“ des Projekts handelt. Richtiger ist wahrscheinlich, dass es kein großes Tralala gibt, weil selbst heute noch niemand einen exakten Fertigstellungstermin nennen kann. Wenn es aber schon bei einem einfachen Teilabschnitt dermaßen hakt, was erwartet die Verkehrsteilnehmer erst dann, wenn die kniffligen Passagen kommen? Die Knoten Waldrems und Backnang-Süd etwa. Oder die beiden Bahnbrücken. Es ist eine oft gemachte Erfahrung in dieser Zeit der brummenden Konjunktur: Alles zieht sich in die Länge, fast nichts wird innerhalb eines Zeitplans fertig. m.nothstein@bkz.de Kommentar

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Erstellt:
23. Oktober 2018, 06:00 Uhr

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