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Verkehrsminister: Für ÖPNV muss auch Hilfe vom Bund kommen

dpa/lsw Stuttgart. Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) will sich gemeinsam mit den Ressortchefs der anderen Bundesländer für Bundes-Corona-Hilfen an Busunternehmen einsetzen. „Mit 200 Millionen Euro für den ÖPNV und 40 Millionen Euro für die Bustouristik übernimmt Baden-Württemberg die Hälfte des Defizits der Branche im Südwesten“, sagte Hermann am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Baden-Württemberg sei damit das erste Bundesland, das für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) Corona-Hilfen zur Verfügung stelle. „Wir haben vorgelegt - der Bund ist jetzt am Zug.“ Bundesweit beträgt das Defizit der Branche laut Hermann fünf Milliarden Euro, von denen der Bund die Hälfte übernehmen solle.

Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne). Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild

Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne). Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild

Die Unterstützung für die Branche im Südwesten ist Teil des 1,5 Milliarden Euro schweren Corona-Pakets, das die schwarz-grüne Koalition am Dienstagabend vereinbart hatte. Busunternehmen gehörten zu den großen Verlierern der Pandemie, sagte Hermann. Die Touristikbusse dürften gar nicht fahren, die Busse im öffentlichen Nahverkehr hingegen müssten sogar fahren, hätten allerdings so gut wie keine Fahrgäste und dadurch auch kein Einkommen. Das Verkehrsministerium hatte deshalb vor längerer Zeit gewarnt, dass die ÖPNV-Abdeckung in der Fläche nach Ende der Pandemie womöglich nicht mehr zu gewährleisten sei und die Bemühungen zur klimafreundlichen Mobilität beeinträchtigt würden.

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Erstellt:
20. Mai 2020, 13:54 Uhr

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