Entmachteter Präsident Venezuelas

„Vertraut auf Delcy“ – Maduro sendet Botschaft aus Gefängnis

Venezuelas entmachteter Präsident wartet in den USA auf seinen Prozess. Über seinen Sohn schwört er die Menschen in dem südamerikanischen Land auf seine Nachfolgerin ein.

Maduro sitzt in einem Gefängnis in New York.

© IMAGO/Brazil Photo Press/IMAGO/William Volcov

Maduro sitzt in einem Gefängnis in New York.

Von red/dpa

Der entmachtete venezolanische Präsident Nicolás Maduro hat aus der US-Haft seiner Nachfolgerin Delcy Rodríguez den Rücken gestärkt. „Vertraut auf Delcy und ihr Team und vertraut uns. Das ist die Botschaft, die wir erhalten haben“, sagte Maduros Sohn Nicolás Maduro Guerra laut einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur AVN. Maduro und seine Ehefrau Cilia Flores seien entschlossen und stark, hätten ein reines Gewissen und vertrauten auf Gott und das venezolanische Volk. 

US-Spezialkräfte hatten Maduro und Flores am 3. Januar in Caracas festgenommen und nach New York gebracht. Dort soll ihnen wegen angeblicher Verwicklungen in den Drogenhandel der Prozess gemacht werden. Die bisherige Vizepräsidentin Rodríguez wurde daraufhin als geschäftsführende Staatschefin vereidigt. 

Rodríguez verurteilt US-Angriff

Die treue Parteisoldatin hat den US-Angriff scharf verurteilt und bezeichnet Maduro weiterhin als rechtmäßigen Präsidenten. Allerdings bot sie den USA auch Gespräche über eine mögliche Zusammenarbeit an und ließ politische Gefangene frei.

Zum Artikel

Erstellt:
14. Januar 2026, 17:04 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen