VfB bekäme das unbeliebte Marathontor
Im Pokalfinale 2025 wurde den VfB-Fans in Berlin die Ostkurve zugeteilt. Das wäre diesmal anders.
Von Heiko Hinrichsen
Stuttgart - Die Bilder sind noch gut in Erinnerung: Wie das Äffle mit der Rückennummer 18 und das Pferdle mit der Nummer 93 in Anlehnung an das Gründungsjahr des VfB Hand in Hand den DFB-Pokal in Richtung der Landeshauptstadt Stuttgart trugen. Ebenso wie der sportliche Auftritt des Teams von Trainer Sebastian Hoeneß beim 4:2-Sieg gegen Arminia Bielefeld war auch die Choreografie der VfB-Anhängerschaft vor der Ostkurve des Berliner Olympiastadions im DFB-Pokalfinale von 2025 erstklassig.
Bereits in den beiden verlorenen Pokal-Endspielen von 2007 (2:3 gegen den 1. FC Nürnberg) und 2013 gegen den FC Bayern München (ebenfalls 2:3) hatte der VfB-Anhang derweil die andere Stadionseite zugeteilt bekommen, was damals schon wenig Freude ausgelöst hatte. Denn die Westseite des Olympiastadions wird durch das Marathontor unterbrochen, was der Szene überhaupt nicht schmeckt – vor allem aus zwei Gründen: Zum einen teilt der architektonisch bedingte Riss die Fangemeinde in zwei Hälften; zum anderen steht das Marathontor auch einer durchgängigen Choreografie im Weg.
Doch der Anhang des VfB, angeführt von der größten Ultra-Gruppierung, dem Commando Cannstatt, wird sich diesmal etwas einfallen lassen müssen, sollte der VfB als Titelverteidiger erneut ins Pokal-Endspiel einziehen. Hierzu ist allerdings zunächst einmal sportlich im Halbfinale am Donnerstag, 23. April (20.45 Uhr) zuhause gegen den SC Freiburg ein Sieg notwendig.
Sollte der VfB gewinnen, ist das Szenario klar: Denn der DFB hat den Protagonisten der Halbfinals schon die Stadionseiten am Finaltag zugelost. So werden die Fans des Siegers aus der Partie Leverkusen gegen den FC Bayern die beliebte Ostseite des Berliner Stadions bekommen, während die Anhängerschaft des VfB oder des SC mit der Seite des Marathontors vorlieb nehmen muss.
