VfB-Sportdirektor Mislintat baut im Abstiegskampf auf Fans

dpa/lsw Stuttgart. Sportdirektor Sven Mislintat vom Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart setzt im Abstiegskampf auf die Unterstützung der Fans. „Wir brauchen nicht über schlechte Charaktere, fehlende Mentalität oder mangelnde Identifikation zu sprechen“, sagte Mislintat über die VfB-Profis und deren Zusammenspiel mit den Anhängern gegenüber „Stuttgarter Zeitung“ und „Stuttgarter Nachrichten“ am Mittwoch.

Stuttgarts Sportdirektor Sven Mislintat steht im Stadion. Foto: Tom Weller/dpa/Archivbild

Stuttgarts Sportdirektor Sven Mislintat steht im Stadion. Foto: Tom Weller/dpa/Archivbild

„Und erst recht nicht über die Herkunft. Dieser Club ist in Bad Cannstatt zu Hause, wo Menschen aus allen Teilen der Welt leben. Diese Stichworte reinzuwerfen trifft null den Kern und bedeutet auch keine zutreffende Analyse unserer Situation“, erklärte Mislintat mit Blick auf die vielen ausländischen Talente im Kader. Zu ihnen gehört nun auch der 19 Jahre alte portugiesische Stürmer Tiago Tomás, den Mislintat von Sporting Lissabon ausgeliehen hat.

Der 49-Jährige darf sich in seiner Analyse ein wenig bestätigt fühlen, denn alle 6000 Karten, die gemäß der baden-württembergischen Corona-Schutzverordnung für das Spiel gegen Eintracht Frankfurt am Samstag (15.30 Uhr/Sky) zum Verkauf standen, sind bereits vergriffen. Das teilte der VfB mit.

Für Mislintat steht fest, dass für die prekäre Lage im Tabellenkeller statt fehlender Mentalität oder Identifikation das zwischenzeitliche Fehlen vieler Schlüsselspieler wegen Verletzungen oder Corona-Infektionen verantwortlich ist. Die Stuttgarter stehen nach 20 Spieltagen und fünf Partien ohne Sieg und Tor auf dem vorletzten Platz.

© dpa-infocom, dpa:220202-99-943451/3

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Erstellt:
2. Februar 2022, 11:22 Uhr

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