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Viele Gemeinderäte im Südwesten so vielfältig wie nie

dpa/lsw Stuttgart. Schön bunt sind die Gemeinderäte im Südwesten seit der Kommunalwahl am Sonntag. Oder zu bunt? Bei 14 Parteien oder Vereinigungen im Stuttgarter Gemeinderat kommen Fragen auf.

Die Hauptgeschäftsführerin des Städtetags Baden-Württemberg, Gudrun Heute-Bluhm. Foto: Rolf Haid/Archivbild

Die Hauptgeschäftsführerin des Städtetags Baden-Württemberg, Gudrun Heute-Bluhm. Foto: Rolf Haid/Archivbild

16 Parteien oder Vereinigungen sind nun im Freiburger Gemeinderat, 14 im Stuttgarter, 13 im Mannheimer. Nach der Kommunalwahl sind viele Stadtparlamente im Südwesten so bunt wie nie. Das freut nicht jeden. Man wolle beim Land einen neuen Vorstoß zur Reform des Auszählungsverfahrens bei den Kommunalwahlen unternehmen, sagte Hauptgeschäftsführerin Gudrun Heute-Bluhm (CDU) der „Stuttgarter Zeitung“ und den „Stuttgarter Nachrichten“. Vielfalt sei häufig positiv, könne die Kommunalpolitik aber auch sehr erschweren, sagte Heute-Bluhm.

Stuttgart: Die CDU ist bei der Gemeinderatswahl in Stuttgart doch noch unter die 20-Prozent-Marke gerutscht. 19,4 Prozent und ein Minus von 8,9 Prozentpunkten weist das am Dienstag veröffentlichte vorläufige Endergebnis für die Christdemokraten in der Landeshauptstadt aus. Im neuen Gemeinderat kommt die CDU damit auf 11 Sitze, klar überflügelt von den Grünen, die 26,3 Prozent (plus 2,3 Punkte) und 16 Sitze errungen haben. Platz drei hat die SPD mit 11,6 Prozent (minus 2,7) mit jetzt 7 Sitzen. Die FDP bekommt 5 Sitze, die Freien Wähler sowie die AfD je 4. Insgesamt sitzen 14 Parteien im neuen Gemeinderat - so viele wie nie.

Mannheim: Auch in der einstigen SPD-Hochburg Mannheim landeten die Grünen diesmal ganz vorn. Mit fast einem Viertel der Stimmen (24,4 Prozent) und zwölf Sitzen stellt die Ökopartei die stärkste Fraktion im neuen Stadtparlament. Das bedeutet einen Gewinn von etwa acht Prozentpunkten im Vergleich zu 2014. Auf Platz zwei folgt laut vorläufigem Ergebnis die SPD mit 21,2 Prozent der Stimmen, das sind rund sechs Punkte weniger als bei der Wahl 2014. Die SPD stellt mit Peter Kurz den Oberbürgermeister. Leicht höher als bei den Sozialdemokraten fallen die Verluste der CDU aus, die bei 19,1 Prozent landet. Von den 48 Gemeinderäten sind 20 Frauen. Die Wahlbeteiligung lag mit 49,8 Prozent 11,1 Prozentpunkte über der von 2014.

Tübingen: In ihrer Hochburg Tübingen haben die Grünen ihren Vorsprung von 2014 noch ausgebaut. Mit 34,6 Prozent der Stimmen bleiben sie stärkste Fraktion im Gemeinderat. Die CDU erlitt in der Unistadt große Verluste: Sie büßte knapp 9 Prozentpunkte ein und ist nur noch viertgrößte Kraft. Die AfD zieht mit 0,9 Prozent der Wählerstimmen nicht ins Stadtparlament ein. Dagegen hat die Satirepartei „Die Partei“ ihre Fraktionsgröße verdoppelt und schickt nun zwei Vertreter in den Rat. Die Wahlbeteiligung lag bei 70,8 Prozent.

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Erstellt:
28. Mai 2019, 20:20 Uhr

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