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Viele Menschen arbeiten für unter zwölf Euro die Stunde

dpa/lsw Stuttgart/Berlin. Mehr als 1,2 Millionen Berufstätige im Südwesten verdienen weniger als zwölf Euro brutto pro Stunde. Das entspricht knapp einem Viertel der Beschäftigten in Baden-Württemberg, wie eine Antwort des Statistischen Bundesamts zeigt, die die Linke im Bundestag angefordert hatte. Die Auswertung der Behörde lag der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag in Berlin vor. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) will eine Erhöhung der Lohnuntergrenze von derzeit 9,35 Euro auf zwölf Euro erreichen.

Geld liegt neben einem Zettel mit der Aufschrift „Mindestlohn“. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Geld liegt neben einem Zettel mit der Aufschrift „Mindestlohn“. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Im Durchschnitt verdienen Baden-Württemberger laut dieser Statistik 20,68 Euro. Damit liegen sie über dem Bundesdurchschnitt von 19,37 Euro. In der Gastronomie wurde bundesweit am wenigsten gezahlt - durchschnittlich 10,99 Euro, gefolgt von der Gebäudebetreuung und dem Garten- und Landschaftsbau mit 11,99 Euro. Die im Juli erstellte Statistik des Bundesamts zeigt das Bild im April 2018.

Die Mindestlohnkommission in Berlin hatte Ende Juni empfohlen, dass der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland bis Mitte 2022 über die Marke von zehn Euro steigen solle. Die untere Absicherung für Geringverdiener soll demnach in vier Stufen auf bis zu 10,45 Euro pro Stunde angehoben werden. Das Gremium aus Spitzenvertretern von Arbeitgebern und Gewerkschaften gibt der Bundesregierung Empfehlungen, die diese dann in der Regel umsetzt.

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Erstellt:
23. Juli 2020, 16:11 Uhr

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