Vier Kitas in Backnang morgen geschlossen

Verdi ruft zu Warnstreiks auch im Rems-Murr-Kreis auf.

Symbolfoto: karepa - stock.adobe.com

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BACKNANG/STUTTGART (flo). Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ruft am morgigen Mittwoch zu Warnstreiks auch im Rems-Murr-Kreis auf. Betroffen sind unter anderem städtische Kindertagesstätten. So haben die drei Maubacher Kitas Schladminger Weg, Stubener Weg und die Kita in der Grundschule Maubach sowie der Kindergarten Ob der Ekertsklinge geschlossen. „Diese Kitas werden sich mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an diesem Streik beteiligen“, teilte gestern Reiner Gauger auf Anfrage mit. Wie der Wirtschaftsbeauftragte der Stadt Backnang weiter sagte, sei es „aufgrund der aktuellen Coronasituation nicht möglich, an diesem Tag für die Kinder der Kitas eine Notbetreuung anbieten zu können“. Die meisten Eltern der rund 200 betroffenen Kinder seien bereits informiert.

Wie Gauger weiter sagte, habe die Stadt gestern zudem die Nachricht erhalten, dass auch die Schulkindbetreuung an der Grundschule Maubach (Kids) und der Aktivspielplatz (Aki) bestreikt werden würden. Die Stadt Backnang informiert auf ihrer Homepage (www.backnang.de) über angekündigte Warnstreiks in städtischen Einrichtungen.

Im Bereich der Abfallwirtschaft sind die Deponien in Kaisersbach, Schorndorf und Winnenden vom Streik betroffen und bleiben geschlossen. Dringende Müllanlieferungen sind lediglich auf der Deponie Back-nang-Steinbach möglich. Schon jetzt weist die AWRM darauf hin, dass bei der Anlieferung mit erheblichen Wartezeiten gerechnet werden muss, da nur eine Notbesetzung vor Ort ist. Angst vor ungeleerten Mülltonnen braucht aber niemand zu haben. Sämtliche Abfuhren erfolgen planmäßig.

Wie Verdi im Vorfeld angekündigt hat, finden im Rems-Murr-Kreis in „allen Bereichen inklusive Stadtwerke und Verwaltung“ Warnstreiks statt. Wie Verdi-Sprecher Cuno Brune-Hägele sagte, beispielsweise in Waiblingen, Schorndorf und Leutenbach. Die Rems-Murr-Kliniken sind allerdings morgen von Arbeitsniederlegungen nicht betroffen. Auf Anfrage sagte der Leiter der Stadtwerke Backnang, Markus Höfer, dass ihm nichts von einem Streik bekannt sei.

Zum Abschluss der ersten vollen Warnstreikwoche im öffentlichen Dienst zeigt sich Verdi zufrieden. In der vergangenen Woche hätten sich insgesamt rund 4700 Beschäftigte an Warnstreiks beteiligt. „Die Beteiligung war dabei sehr hoch und auf dem Niveau der letzten Tarifrunde 2018“, teilte die Gewerkschaft mit.

Verdi fordert für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen eine Anhebung der Einkommen um 4,8 Prozent, mindestens aber 150 Euro pro Monat, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte sollen um 100 Euro pro Monat angehoben werden. Erwartet wird die Ost-West-Angleichung der Arbeitszeit. Darüber hinaus soll in den Tarifverhandlungen das Thema der Entlastung der Beschäftigten behandelt werden.

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Erstellt:
6. Oktober 2020, 14:58 Uhr

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