Erstmals null Grad

Von wegen Tropen: Auf Kuba ist es jetzt richtig kalt

Bei Kuba denkt man an tropische Wärme, Palmen und viel Sonne. Doch derzeit erlebt die Insel einen Kälteschock – zumindest für karibische Verhältnisse. Eine Wetterstation meldet einen negativen Temperaturrekord.

0 Grad: Auf Kuba – wie hier in Havanna – sind die Inselbewohner (fast) immer andere Temperaturen gewohnt.

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0 Grad: Auf Kuba – wie hier in Havanna – sind die Inselbewohner (fast) immer andere Temperaturen gewohnt.

Von Markus Brauer/AFP

Historischer Temperatursturz in der Karibik: Auf Kuba sind die Temperaturen erstmals in der bekannten Geschichte des Landes auf null Grad abgesackt.

Mit Frost überzogene FeldeEine Wetterstation in der Provinz Matanzas im Norden der tropischen Insel habe einen Wert um den Gefrierpunkt von null Grad aufgezeichnet, teilte der Wetterdienst Insmet bei Facebook mit. Es sei die niedrigste jemals gemessene Temperatur in dem sonnenverwöhnten Karibikstaat.

Das Wetterzentrum von Matanzas meldete sogar mit Frost überzogene Felder. Angesichts der sonst vorherrschenden Hitze in Kuba ein sehr ungewöhnliches Phänomen. Der letzte Niedrigrekord von 0,6 Grad war 1996 gemessen worden.

Insmet zufolge war der jetzige Temperatursturz auf eine heftige Kaltfront zurückzuführen, in deren Zuge Polarluftmassen aus dem Norden des amerikanischen Kontinents auch in die Karibik strömten.

Cuba registers record low 0 degree C: weather authority https://t.co/X4XviYP1lvpic.twitter.com/JjhPu8t0qM — Insider Paper (@TheInsiderPaper) February 4, 2026

Weiter niedrige Temperaturen in den USA

In den USA sind derzeit zahlreiche Bundesstaaten von einer ungewöhnlichen Kältewelle betroffen. Schnee und Eiseskälte trafen diesmal auch Staaten, in denen sonst deutlich mildere Winter üblich sind, darunter North Carolina und Georgia.

Im Sonnenstaat Florida ließ die Kälte sogar Leguane von den Bäumen stürzen. Die Tiere sind wechselwarm, ihre Körpertemperatur schwankt mit der Umgebungstemperatur. Bei großer Kälte erstarren Leguane.

Murmeltier deutet auf 6 Wochen Winter hin

Erst am Dienstag (3. Februar) hatte das berühmte Murmeltier Punxsutawney Phil am „Murmeltiertag“ seinen Schatten gesehen. Nach der traditionellen Deutung bedeutet das: Sechs weitere Wochen Winter stehen bevor. Wie jedes Jahr versammelten sich am 2. Februar in den frühen Morgenstunden Tausende Schaulustige in der Kleinstadt Punxsutawney im US-Bundesstaat Pennsylvania, um der Wetterprognose des Nagetiers beizuwohnen.

Wetterdienste rechnen in vielen Teilen der USA, insbesondere im Nordosten und an der Ostküste, in den kommenden Tagen nach zwei kurz aufeinanderfolgenden schweren Winterstürmen weiter mit ungewöhnlich niedrigen Temperaturen.

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Erstellt:
4. Februar 2026, 11:20 Uhr

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