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Vorhalten von Reserven bei neuem Hilfspaket angemahnt

dpa/lsw Stuttgart. Der Handwerkstag fordert bei der Ausgestaltung des zweiten Corona-Hilfspakets, dass Gelder auch für Betriebe zur Verfügung stehen, die erst später von den Folgen der Krise betroffen sind. „Wichtig ist, dass die Landesregierung noch Reserven für die Unterstützung von Betrieben vorhält, die die Auswirkungen der Corona-Krise erst in einigen Monaten verstärkt zu spüren bekommen“, sagte Landeshandwerkspräsident Rainer Reichhold am Freitag in Stuttgart. Besonders im Bau- und Ausbaubereich werde zwar derzeit noch häufig ungehindert weitergearbeitet und Aufträge abgearbeitet. Die Entwicklung in den kommenden Monaten sei aber völlig unklar.

Die grün-schwarze Landesregierung hatte am Dienstag ein zweites, 1,5 Milliarden Euro schweres Hilfspaket geschnürt. Geplant ist, mit rund 775 Millionen Euro, also gut der Hälfte des Volumens, betroffenen Unternehmen branchenunabhängig zu helfen. Darin enthalten sei eine Liquiditätsbrücke für kleine und mittlere Unternehmen, hatten die Koalitionspartner mitgeteilt.

Viele Betriebe stehen nach Angaben des Handwerkstags angesichts der Krise vor einem Berg aufgelaufener Verbindlichkeiten. Reichhold mahnte eine Lösung für die Tilgung der gestundeten Zahlungen an. Viele Betriebe seien nicht in der Lage, alle Forderungen zum Fälligkeitszeitpunkt vollständig zu erfüllen. „Es darf nicht zu einer zeitverzögerten Insolvenzwelle kommen.“

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Erstellt:
22. Mai 2020, 10:16 Uhr

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