Vorstandswahl bei der Flurbereinigung

Die vom B-14-Ausbau betroffenen Grundstückseigentümer haben ihre Vertretung gewählt

Der Vorstand (linke Reihe, von vorne): Markus Fischer, Hermann Wahl, Micha Baumgärtner, Markus Pfeiffer; rechte Reihe: Martin Krautter. sowie vom Landratsamt die leitende Ingenieurin Claudia Kallning, Ingenieur Jens Pohl und Dezernent Gerd Holzwarth. Foto: Landratsamt

© Landratsamt Rems Murr

Der Vorstand (linke Reihe, von vorne): Markus Fischer, Hermann Wahl, Micha Baumgärtner, Markus Pfeiffer; rechte Reihe: Martin Krautter. sowie vom Landratsamt die leitende Ingenieurin Claudia Kallning, Ingenieur Jens Pohl und Dezernent Gerd Holzwarth. Foto: Landratsamt

BACKNANG (pm). Für den Ausbau der Bundesstraße 14 im Abschnitt zwischen Maubach und Backnang werden rund 60 Hektar Land benötigt. Um an diese Flächen zu gelangen, ohne dass die unmittelbar betroffenen Grundstückseigentümer zu viel Land verlieren, führt das Landratsamt eine Flurbereinigung durch. Ziel dieses Verfahrens ist es, nicht Einzelne zu enteignen, sondern den Landbedarf für die B14 auf einen größeren Kreis von Eigentümern zu verteilen. Der Landabzug beträgt für die Eigentümer dann maximal zehn Prozent.

Das Landratsamt versucht nach eigenen Angaben, durch Flächenaufkauf im gesamten Verfahrensgebiet diesen Landabzug zu senken. Am Verfahren sind 640 Eigentümer mit rund 2600 Grundstücken beteiligt. Bei einer so großen Zahl an Teilnehmern ist eine Eigentümervertretung zwingend erforderlich. Daher haben diese nun einen Vorstand gewählt, der aus fünf Mitgliedern und fünf Stellvertretern besteht: Dabei handelt es sich um jeweils drei Backnanger und jeweils einen Aspacher. Die Sitzverteilung richtet sich nach den Flächenteilen der Stadt Backnang und der Gemeinde Aspach im Verfahren. Ein Sitz ging an einen Nichtbeteiligten – das ist gesetzliche Vorgabe.

Der Vorstand der Eigentümervertretung hat die Aufgabe, Ansprechpartner für alle Teilnehmer zu sein. Er vertritt deren Interessen, sorgt für die Finanzierung und wirkt bei der Gestaltung des Verfahrens mit, wie etwa beim Bau von landwirtschaftlichen Wegen. Die Neueinteilung der Grundstücke ist übrigens nicht die Aufgabe des Vorstands – das übernimmt die Flurbereinigungsbehörde.

Im Zuge der Flurbereinigung können auch Nachteile, die der Landwirtschaft durch den B-14-Ausbau entstehen, minimiert werden. Durch ein verbessertes landwirtschaftliches Wegenetz kann das zum Teil ausgeglichen werden. Genau in diesen Fragestellungen wird gemeinsam versucht, Lösungsansätze zu finden.

Der Stand des Verfahrens ist auf der Internetseite des Landesamts für Geoinformation und Landentwicklung einsehbar (www.lgl-bw.de/3291).

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Erstellt:
16. August 2019, 08:48 Uhr

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