Vorwurf der Kinderpornografie gegen Sonntag vom Tisch

dpa/lsw Stuttgart. Der Kabarettist Christoph Sonntag ist rehabilitiert: Die Staatsanwaltschaft Stuttgart stellte das Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Besitzes kinderpornografische Schriften ein. Es bestehe kein Tatverdacht, sagte eine Sprecherin am Donnerstag. Bei der Auswertung von Datenträgern seien keine kinder- und jugendpornografischen Schriften festgestellt worden.

Eine Statue der Justitia mit einer Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa/Symbolbild

Eine Statue der Justitia mit einer Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa/Symbolbild

Im Mai war es bei dem Künstler zu einer Hausdurchsuchung gekommen. Er hatte den Vorwurf von Anfang an zurückgewiesen und ihn selbst öffentlich gemacht. Mehrere Medien hatten zuvor über die Einstellung der Ermittlungen berichtet.

Bereits im September hatten die Ermittler die Akten in einer Affäre um Fördermittel für den Kabarettisten endgültig geschlossen. Dieses von den anderen Vorwürfen unabhängige Ermittlungsverfahren gegen Sonntag war wegen geringer Schuld gegen Zahlung einer Geldauflage von 2500 Euro eingestellt worden. Es wurde wegen Verdachts der Vorteilsgewährung ermittelt. Hintergrund waren zwei Abendessen des Sozialministers Manne Lucha (Grüne) mit Sonntag, die der Kabarettist bezahlt hatte. Sonntag hatte die Vorwürfe zurückgewiesen. Auch die Ermittlungen gegen Lucha waren eingestellt worden.

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Erstellt:
3. Dezember 2020, 11:25 Uhr

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