Warmer Dezember mit viel Niederschlag

Das Wetter im Dezember war geprägt von viel Regen, Nebel und milden Temperaturen. Am Ende des Monats stiegen die Temperaturen sogar auf 12,5 Grad Celsius an. Auch insgesamt war der Monat deutlich wärmer als im vieljährigen Mittel der vergangenen Jahre.

Die Villa Franck im Nebel: Graue Tage gab es viele im Dezember. Foto: A. Becher

© Alexander Becher

Die Villa Franck im Nebel: Graue Tage gab es viele im Dezember. Foto: A. Becher

Von Kristin Doberer

Großerlach. Keine Schneeballschlachten, keine Schneemänner und auch der Schlitten musste im Dezember in der Garage bleiben. Wer in diesem Winter auf eine weiße Weihnacht gehofft hat, wurde erneut enttäuscht. Von Schnee war wenig zu sehen, vielmehr war der Dezember geprägt von Nebel, Wolken und Schneeregen. Insgesamt war der Dezember auch zu warm für eine Schneedecke, mit einer Durchschnittstemperatur von 2,6 Grad Celsius lag die Temperatur fast drei Grad über dem langjährigen Mittel. Besonders zum Jahresende war es ungewöhnlich warm, das absolute Temperaturmaximum verzeichnete die Station des Deutschen Wetterdienstes in Großerlach-Mannenweiler am 30. Dezember. Hier stiegen die Temperaturen auf bis zu 12,5 Grad Celsius. Insgesamt gab es nur einen Tag im Dezember, an dem die Temperatur unter null Grad Celsius geblieben ist. Der kälteste Tag des Monats war der 22. Dezember, hier fielen die Temperaturen auf minus 6,2 Grad Celsius.

Die Sonne hat sich im Dezember nicht allzu häufig blicken lassen, lediglich an 16 Tagen war sie zu sehen. Insgesamt lag die Sonnenscheindauer bei 37,9 Stunden. Das ist etwas weniger als im langjährigen Mittel (44,4 Stunden Sonnenscheindauer), das sich aus den Mittelwerten der Jahre 1961 bis 1990 ergibt. Am längsten war die Sonne am 21. Dezember zu sehen mit 6,9 Stunden Sonnenscheindauer.

Viel Niederschlag im Dezember, aber kein Schnee

Besonders der Anfang und das Ende des Monats waren sehr von bewölkten Tagen mit dichtem Nebel und Regen geprägt. An 21 Tagen im Dezember gab es Niederschlag. Kein Wunder also, dass die Niederschlagshöhe im Dezember mit 128,1 Millimetern den vieljährigen Mittelwert deutlich übersteigt. Dieser vieljährige Mittelwert liegt nämlich bei 97,6 Millimetern. Der Tag mit der größten Niederschlagshöhe war ausgerechnet der 24. Dezember, wodurch viele Gottesdienste im Freien an Heiligabend nur mit Regenschirm möglich waren. Trotz all des Niederschlags war es nicht kalt genug für Schnee.

Zwar gab es an acht Tagen im Dezember Schnee oder Schneeregen, doch dieser blieb kaum liegen. Selbst an der Wetterstation im höher gelegenen Großerlach-Mannenweiler gab es nur an sieben Tagen eine leichte Schneedecke, am meisten Schnee lag am 4. Dezember – aber auch an diesem Tag betrug die Schneehöhe gerade einmal fünf Zentimeter.

Bis zur Wochenmitte wird es noch bei diesen milden Temperaturen bleiben, dann nimmt der Winter aber einen neuen Anlauf. Gegen Ende der Woche sollen die Temperaturen wieder fallen und für den Freitag wird in der Region sogar leichter Schneefall gemeldet.

Warmer Dezember mit viel Niederschlag

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4. Januar 2022, 11:30 Uhr

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