Warn-App vor Sturzfluten wird wohl im Herbst freigeschaltet

dpa/lsw Karlsruhe. Voraussichtlich im Herbst wird die Landesanstalt für Umwelt (LUBW) eine Warn-App vor Sturzfluten freischalten. Wie eine Behördensprecherin auf Anfrage der dpa sagte, soll diese innerhalb der bereits existierenden App „Meine Pegel“ im Spätherbst integriert werden. Diese App gibt es bereits seit dem Jahr 2016. Sturzfluten durch Starkregen haben in den letzten Jahren große Schäden verursacht.

Ein Auto fährt durch eine überflutete Straße. Foto: Alexander Forstreuter/Photography Alex Forstreuter/dpa/Symbolbild

Ein Auto fährt durch eine überflutete Straße. Foto: Alexander Forstreuter/Photography Alex Forstreuter/dpa/Symbolbild

In Braunsbach (Kreis Schwäbisch Hall) war am 29. Mai 2016 der Orlacher Bach, sonst ein Rinnsal, zu einer reißenden Sturzflut geworden. Gigantische Wassermengen rissen alles mit, was im Wege stand: Teile von Häusern, Autos und Bäume, 50.000 Tonnen Geröll. Entscheidend sei in solchen Fällen, dass die Menschen vor Ort möglichst früh vor solchen Naturereignissen gewarnt werden.

Kommunen suchen derweil nach Schutzkonzepten. Der LUBW zufolge wird ihr Leitfaden zum Starkregenrisikomanagement sehr gut angenommen: Seit Ende 2016 befassen sich demnach 222 Kommunen im Land mit einem Konzept gegen Starkregen. „Dies sind zum Stand Juli 2021 bereits rund 20 Prozent aller Kommunen in Baden-Württemberg“, sagte die LUBW-Sprecherin.

© dpa-infocom, dpa:210709-99-315897/2

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Erstellt:
9. Juli 2021, 07:11 Uhr

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