Kursdämpfer
Warum fällt die SAP-Aktie? - Das steckt dahinter
Die SAP-Aktie steht erneut unter Druck und verliert am Dienstag rund 5 % ihres Wertes. Anleger fragen sich, was hinter dem Kursrutsch steckt.
© Kittyfly / Shutterstock.com
Die SAP-Aktie fällt am Dienstag um 5 % auf rund 148 Euro. Erfahren Sie, was dahinter steckt.
Von Matthias Kemter
Am Dienstagmorgen fiel die SAP-Aktie auf etwa 147 Euro und setzte damit ihre Abwärtsbewegung auf ein neues 2-Jahres-Tief fort. Auslöser für den Rückgang ist eine Abstufung durch die US-Bank JPMorgan, die das Kursziel drastisch senkte. Gleichzeitig belasten Unsicherheiten rund um die Cloud-Transformation und den Wettbewerb im Softwaresektor die Stimmung.
JPMorgan senkt Kursziel drastisch
Ein zentraler Grund für den Kursrückgang ist die Neubewertung durch JPMorgan. Die Bank reduzierte das Kursziel für SAP von 260 Euro auf 175 Euro und stufte die Aktie von „Overweight“ auf „Neutral“ herab. Analyst Toby Ogg begründete die Entscheidung mit einer schwächeren Margendynamik und der Erwartung, dass die vertraglich zugesicherten Clouderlöse (CCB) kurzfristig weiter sinken könnten. Dies erschwert eine schnelle Wachstumsbeschleunigung und erhöht die Unsicherheit bei der Bewertung.
Cloud-Transformation als Unsicherheitsfaktor
Die Cloud-Migration bleibt ein zweischneidiges Schwert für SAP. Während langfristig positive Effekte erwartet werden, könnten die Clouderlöse in der Übergangsphase zunächst abnehmen. Dies führt zu einer erhöhten Ergebnisstreuung und belastet die Margen. JPMorgan sieht zudem steigenden Investitionsbedarf und wachsenden Wettbewerbsdruck, insbesondere durch KI-getriebene Innovationen im Softwaresektor.
Gegenstimmen und langfristige Perspektive
Trotz der pessimistischen Einschätzung von JPMorgan bleiben andere Analystenhäuser optimistischer. Kepler Cheuvreux (Kursziel 190 Euro) und Jefferies (230 Euro) haben ihre Kursziele zwar ebenfalls gesenkt, halten aber an einer Kaufempfehlung fest. UBS gibt 205 Euro und Barkleys sogar 240 Euro als Ziel an. Sie sehen das langfristige Potenzial von SAP weiterhin positiv, auch wenn kurzfristige Risiken bestehen.
