MicroStrategy stürzt ab

Warum fällt die Strategy-Aktie? - Die Hintergründe

Die Strategy-Aktie hat am Montag einen deutlichen Rückgang von 8 Prozent verzeichnet und notiert aktuell bei 116 Euro. Der Kurssturz des Bitcoin, der sich nahe der durchschnittlichen Kaufbasis des Unternehmens bewegt, sorgt für Unsicherheit bei Anlegern. Wie kritisch ist die Lage?

Die MicroStrategy-Aktie fällt um 8 Prozent auf 116 Euro. Erfahren Sie, wie der Bitcoin-Kursrückgang und die Kapitalbeschaffung die Aktie belasten.

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Die MicroStrategy-Aktie fällt um 8 Prozent auf 116 Euro. Erfahren Sie, wie der Bitcoin-Kursrückgang und die Kapitalbeschaffung die Aktie belasten.

Von Matthias Kemter

Die MicroStrategy-Aktie steht unter Druck, nachdem der Bitcoin-Kurs am Wochenende auf ein neues Tief gefallen ist. Ganze 15 Prozent ging der Kurs in die Tiefe. Mit einem massiven Bestand von über 712.000 Bitcoin ist das Unternehmen stark von der Entwicklung der Kryptowährung abhängig. Der jüngste Rückgang hat die Aktie auf den niedrigsten Stand seit über einem Jahr gedrückt.

Bitcoin-Kurs belastet die Bilanz

Der Bitcoin-Kurs fiel zuletzt auf etwa 76.000 US-Dollar und liegt damit auf MicroStrategys durchschnittlichem Einstandspreis von 76.037 US-Dollar pro Coin. Dies hat dazu geführt, dass die unrealisierten Gewinne des Unternehmens nahezu vollständig geschmolzen sind. Laut Blockchain-Analysten droht bei einem Kurs von unter 75.000 USD sogar bereits ein unrealisierter Verlust von fast einer Milliarde Dollar. Dennoch bleibt die Bilanz stabil, da die Bitcoin-Bestände unbelastet sind und keine Zwangsverkäufe drohen.

Kapitalbeschaffung wird schwieriger

Ein wesentlicher Faktor für den Kursrückgang ist die eingeschränkte Kapitalbeschaffung. MicroStrategy finanzierte frühere Bitcoin-Käufe häufig durch Aktienemissionen. Doch mit dem Rückgang des Bitcoin-Kurses handelt die Aktie nun unter dem Nettoinventarwert (NAV), was neue Emissionen weniger attraktiv macht. Dies könnte die Wachstumsstrategie des Unternehmens bremsen, da weitere Bitcoin-Käufe stärker verwässern würden.

Dividendenanpassung und Quartalszahlen

Um das Vertrauen der Anleger zu stärken, hat MicroStrategy die Dividende auf seine Vorzugsaktien erhöht. Diese Maßnahme soll die Kapitalstruktur stabilisieren und den Zugang zu Finanzierungen sichern. Gleichzeitig richten sich alle Augen auf die Quartalszahlen, die am 3. Februar veröffentlicht werden. Diese könnten zeigen, wie stark die jüngsten Bitcoin-Käufe die Bilanz belasten und ob das Unternehmen weiterhin in der Lage ist, seine Schulden zu bedienen.

Marktstimmung bleibt skeptisch

Die allgemeine Marktlage für Bitcoin bleibt angespannt. Seit dem Hoch im Jahr 2025 hat die Kryptowährung rund 40 Prozent an Wert verloren, und Analysten erwarten keine schnelle Erholung. Die geringe Markttiefe und die schwache Nachfrage belasten die Stimmung zusätzlich. Für MicroStrategy bedeutet dies, dass die Aktie weiterhin stark von der Entwicklung des Bitcoin-Kurses abhängig bleibt.

Fazit

Der Kursrückgang der MicroStrategy-Aktie spiegelt die Unsicherheiten im Kryptomarkt wider. Während die Bilanz des Unternehmens stabil bleibt, könnte die eingeschränkte Kapitalbeschaffung die Wachstumsstrategie bremsen. Die kommenden Quartalszahlen werden entscheidend sein, um die weitere Entwicklung der Aktie zu bewerten.

 

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Erstellt:
2. Februar 2026, 09:18 Uhr

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