Benzin und Diesel

Warum ist der Sprit so teuer?

Die Spritpreise klettern aktuell immer weiter nach oben. Was ist die Ursache?

Wird der Sprit jetzt noch teurer?

© Juliya Shangarey / shutterstock.com

Wird der Sprit jetzt noch teurer?

Von Lukas Böhl

Nach Angaben des ADAC hängt der aktuelle Anstieg vor allem mit der Eskalation im Nahen Osten zusammen. Der Krieg in der Region treibt den Ölpreis nach oben und das wirkt sich unmittelbar auf die Spritpreise aus.

Ölpreis steigt wegen Konflikt im Nahen Osten

Auslöser ist die angespannte Lage rund um den Iran. Der Konflikt hat dazu geführt, dass eine der wichtigsten Handelsrouten für Rohöl blockiert ist: die Straße von Hormus. Durch diese Meerenge zwischen Oman und Iran wird normalerweise rund ein Fünftel des weltweit verbrauchten Öls transportiert.

Der Markt reagierte prompt. Kostete ein Barrel Rohöl der Sorte Brent am Freitag noch rund 72 US-Dollar, lag der Preis am Montag bereits bei etwa 80 US-Dollar. Das ist der höchste Stand seit mehreren Monaten. Steigende Rohölpreise schlagen in der Regel rasch auf die Kraftstoffpreise durch.

Werden die Preise noch weiter steigen?

Nach Einschätzung des ADAC werden steigende Ölpreise meist sehr schnell an die Verbraucher weitergegeben. Umgekehrt dauert es bei sinkenden Rohölnotierungen häufig länger, bis sich das an den Zapfsäulen bemerkbar macht. Sollte der Ölpreis auf hohem Niveau bleiben, könnte sich der Aufwärtstrend bei Benzin und Diesel fortsetzen.

Eine Entspannung ist kurzfristig nicht in Sicht. Mittelfristig könnte sich die Lage allerdings beruhigen, sofern sich die Situation am Golf stabilisiert. Die Förderallianz Opec+ hat bereits angekündigt, ihre Fördermengen zu erhöhen.

Heizöl noch stärker betroffen

Noch deutlicher zeigt sich die Entwicklung beim Heizöl. Laut Marktbeobachtern kletterte der Preis zeitweise auf mehr als 120 Euro pro 100 Liter. Noch wenige Tage zuvor lag er unter 100 Euro.

Der ADAC weist darauf hin, dass insbesondere Diesel in den vergangenen Wochen im Verhältnis zum Ölpreis vergleichsweise hoch bewertet gewesen sei. Dadurch könnte der aktuelle Anstieg bei Kraftstoffen etwas weniger stark ausgefallen sein als beim Heizöl.

 

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Erstellt:
3. März 2026, 09:08 Uhr

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