Drama um Walrettung eskaliert weiter

Warum liegt die Wal-Tierärztin im Krankenhaus?

Die Rettung des gestrandeten Buckelwals in der Ostsee sorgt für Schlagzeilen. Doch nun überschattet ein medizinischer Notfall das Geschehen. Was ist passiert?

Die Rettung des gestrandeten Buckelwals in der Ostsee wird von einem dramatischen Notfall überschattet: Tierärztin Janine Bahr-van Gemmert musste ins Krankenhaus geflogen werden. Was steckt dahinter?

© picture alliance/dpa | Stefan Sauer

Die Rettung des gestrandeten Buckelwals in der Ostsee wird von einem dramatischen Notfall überschattet: Tierärztin Janine Bahr-van Gemmert musste ins Krankenhaus geflogen werden. Was steckt dahinter?

Von Matthias Kemter

Die Rettungsaktion für den Buckelwal in der Wismarer Bucht hat eine dramatische Wendung genommen. Die Tierärztin Janine Bahr-van Gemmert, die sich aktiv an der Rettung beteiligte, musste mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen werden. Sie befindet sich nach einem medizinischen Notfall offenbar im Koma und schwebt in Lebensgefahr.

Medizinischer Notfall während der Rettungsaktion

Die Rettung des Buckelwals, der seit Wochen in der Ostsee gestrandet ist, hat nicht nur das Tier, sondern auch die beteiligten Helfer an ihre Grenzen gebracht. Am Montag kam es zu einem dramatischen Zwischenfall. Die Tierärztin Janine Bahr-van Gemmert, die sich intensiv um den Wal kümmerte, erlitt während der Rettungsarbeiten einen medizinischen Notfall. Laut Aussagen der Unternehmerin Karin Walter-Mommert, die die private Rettungsinitiative unterstützt, zeigte Bahr-van Gemmert plötzlich Kreislaufsymptome und Anzeichen eines Schlaganfalls. Sie wurde umgehend in eine Spezialklinik geflogen und musste notoperiert werden. Ihr Zustand ist weiterhin kritisch.

Die Rolle von Janine Bahr-van Gemmert im Rettungsteam

Die genauen Umstände des Notfalls sind noch unklar. Medienberichten zufolge hatte der Vorfall keinen direkten Zusammenhang mit der Arbeit am Wal. Dennoch zeigt sich, wie belastend die Situation für das gesamte Rettungsteam ist. Bahr-van Gemmert, die auf der Insel Föhr eine Tierarztpraxis betreibt, war eine der zentralen Figuren der Rettungsaktion. Sie hatte sich in den vergangenen Tagen mehrfach öffentlich zu den Fortschritten geäußert und betont, dass der Wal trotz seiner schlechten Verfassung eine Chance habe.

Herausforderungen bei der Rettung des Buckelwals

Die Rettungsaktion selbst steht unter großem Druck. Der Wal, der seit Wochen in der Ostsee festsitzt, wurde bereits mehrfach von Experten als schwer krank eingestuft. Dennoch entschied sich eine private Initiative, unterstützt von prominenten Geldgebern, für einen erneuten Rettungsversuch. Dieser wird von zahlreichen Rückschlägen begleitet. Während das Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommerns die Aktion duldet, liegt die Verantwortung bei der privaten Initiative. Neben dem medizinischen Notfall von Bahr-van Gemmert gab es auch interne Konflikte im Team, die zum Rücktritt einer weiteren Tierärztin führten. Auch die Wetterbedingungen und der niedrige Wasserstand erschweren die Bemühungen, den Wal zurück in tiefere Gewässer zu bringen.

Wie geht es mit der Rettungsaktion weiter?

Die Situation des Wals bleibt kritisch. Trotz aller Bemühungen liegt das Tier weiterhin regungslos in einer flachen Kuhle. Helfer versuchen, seine Haut feucht zu halten und ihn mit Nahrung zu versorgen. Doch die Erfolgsaussichten sind ungewiss. Experten warnen, dass die wiederholten Strandungen des Wals ein Zeichen für seine schlechte Verfassung sind und zusätzliche Rettungsversuche sein Leiden verlängern könnten.

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Erstellt:
22. April 2026, 10:56 Uhr

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