Wegen Corona-Einreiseverbot: Polizei stoppt Schiffmann

dpa/mv Neustrelitz. Wegen der strengen Corona-Einschränkungen in Mecklenburg-Vorpommern hat die Polizei den Arzt Bodo Schiffmann auf dem Weg zu einem Protest gegen die Corona-Maßnahmen in Neubrandenburg gestoppt. Wie eine Polizeisprecherin sagte, wurde der bekannte „Querdenker“ mit Begleitern in einem Bus an der Bundesstraße 96 bei Neustrelitz angehalten. Im Nordosten sei die Einreise von Tagestouristen untersagt und Schiffmann habe keine Genehmigung gehabt, hieß es. Der Mediziner müsse wieder ausreisen. Medienberichten zufolge wollte er bei dem Protest in Neubrandenburg als Redner auftreten.

Der Arzt Bodo Schiffmann spricht bei einer Kundgebung von Gegnern der Corona-Maßnahmen. Foto: Markus Scholz/dpa/Archivbild

Der Arzt Bodo Schiffmann spricht bei einer Kundgebung von Gegnern der Corona-Maßnahmen. Foto: Markus Scholz/dpa/Archivbild

Schiffmann, HNO-Arzt aus Baden-Württemberg, will nach Angaben der Organisatoren der Bewegung in Neubrandenburg rechtlich gegen das Einreiseverbot vorgehen. In Neubrandenburg protestierten am Abend rund 370 Menschen mit einem Spaziergang gegen die nach ihrer Auffassung unverhältnismäßigen Einschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie. Veranstalter waren Neubrandenburger Bürger, die seit Wochen Proteste organisieren, zuletzt wieder mit wachsender Zahl von Teilnehmern.

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Erstellt:
9. November 2020, 21:56 Uhr

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