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Wegen Neustart: Hoffenheims Behinderten-Fanbetreuer tritt ab

dpa Zuzenhausen. Michael Mildenberger tritt wegen des schnellen Neustarts der Bundesliga in der derzeitigen Corona-Krise als Behinderten-Fanbetreuer des Fußball-Bundesligisten TSG 1899 Hoffenheim ab. Das erklärte der 54-Jährige dem „Mannheimer Morgen“ (Dienstag). „Wenn man wie ich im sogenannten systemrelevanten Bereich arbeitet, pflegebedürftige, geistig Behinderte und/oder psychisch erkrankte Menschen betreuen darf und dabei unmittelbar die Folgen und Konsequenzen der sogenannten Corona-Krise erlebt, dann ist es für mich nicht nachvollziehbar, wie ein Verein und die Funktionäre der TSG dieser Wiederaufnahme des Spielbetriebs tatenlos zustimmen und mitwirken“, begründete Mildenberger seinen Schritt.

Eine heruntergelassene Schranke an einem Parkplatz vor dem Hoffenheimer Stadion. Foto: Uwe Anspach/dpa/Archivbild

Eine heruntergelassene Schranke an einem Parkplatz vor dem Hoffenheimer Stadion. Foto: Uwe Anspach/dpa/Archivbild

Er hätte sich stattdessen eine klare Positionierung „gegen eine Wiederaufnahme zum jetzigen Zeitpunkt“ gewünscht. Der Bundesligist aus dem Kraichgau äußerte auf Anfrage Verständnis für Mildenbergers Schritt und bedauerte diesen, rechtfertigte aber, man sei „aus voller Überzeugung“ mit den 35 anderen Proficlubs zu dieser Entscheidung gekommen. „Wir haben Verständnis für jeden, der diese Sicht nicht teilt und daraus seine Konsequenzen ziehen möchte“, hieß es von der TSG weiter.

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Erstellt:
19. Mai 2020, 12:46 Uhr

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