Weidel: AfD wurde der Verfassungsschutz „auf Hals gehetzt“

dpa Berlin. Die AfD-Bundesvorsitzende Alice Weidel hat das Ergebnis Ihrer Partei in Baden-Württemberg als solide bezeichnet. Die Verluste erklärte sie am Sonntag mit fehlenden Wahlkampf-Möglichkeiten wegen der Corona-Pandemie, aber auch mit dem Streit über eine mögliche Beobachtung der AfD durch den Verfassungsschutz.

Alice Weidel, Landesvorsitzende der AfD Baden-Württemberg. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild

Alice Weidel, Landesvorsitzende der AfD Baden-Württemberg. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild

„Wir leben ja davon, dass wir direkt am Wähler dran sind, das konnten wir nicht tun“, sagte Weidel, die auch AfD-Landeschefin ist, in der ARD. „Dann wurde uns völlig rechtswidrig der Verfassungsschutz auch auf den Hals gehetzt, das muss ich wirklich so drastisch sagen, um uns auch hier in die bestimmte Ecke zu stellen.“

In dem Streit geht es um eine mögliche Einordnung als rechtsextremistischer Verdachtsfall. Nach einem Beschluss des Kölner Verwaltungsgerichts darf das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) die AfD vorerst nicht so einordnen und beobachten.

Bei der Wahl in Baden-Württemberg ist die AfD nach einer ersten ARD-Hochrechnung von 15,1 Prozent bei der letzten Wahl auf 11,8 Prozent abgesackt.

© dpa-infocom, dpa:210314-99-820723/2

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Erstellt:
14. März 2021, 20:09 Uhr

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