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Weingenuss direkt in der Natur

Neues Event „Kelter.Wein.Berg“ feiert Premiere in Kleinaspach

Altbewährtes Konzept mit neuem Namen und neuem Logo: Die traditionelle „Wandernde Weinprobe“ durch die Kleinaspacher Weinberge heißt jetzt „Kelter.Wein.Berg“. Bei perfektem Wetter lockte der etwa drei Kilometer lange Rundweg mit seinen fünf Stationen gestern rund 2000 Besucher an – und die kamen nicht nur aus der direkten Umgebung.

Rund um die historische Kelter gibt es genug Platz, um sich nach der Wanderung zu erholen. Fotos: J. Fiedler

© Jörg Fiedler

Rund um die historische Kelter gibt es genug Platz, um sich nach der Wanderung zu erholen. Fotos: J. Fiedler

Von Silke Latzel

ASPACH. Der Wettergott meint es gut mit den Aspacher Wengertern und ihren Gästen: 23 Grad, leichter Wind und die dunklen Wolken kommen erst gar nicht bis nach Kleinaspach. Ideales Wetter für eine Wanderung durch die Weinberge also. Und weil das Event „Kelter.Wein. Berg“ keine Sportveranstaltung ist, sondern der Wein im Vordergrund stehen soll, ist der Rundweg von und zurück zur historischen Kelter in Kleinaspach auch „nur“ drei Kilometer lang und für fast jeden zu schaffen.

Grundlage schaffen, bevor es auf Wandertour geht

„Es war einfach an der Zeit, dieser Veranstaltung einen neuen Namen zu geben. Ganz früher war es ja der Bauernmarkt, aber die Landwirte präsentieren sich hier schon lang nicht mehr“, sagt Joachim Schöffler von der Weingärtnergenossenschaft Aspach. „Wir wollen durch den neuen Namen auch einfach ein bisschen moderner werden und die jungen Menschen ansprechen.“ „Kelter.Wein. Berg“ in diesem Jahr ist sozusagen ein Übergang – weg von der „Wandernden Weinprobe“ hin zu einem zweitägigen Fest rund um die Kelter, mit beleuchtetem Weinberg und Musikprogramm, das ab dem kommenden Jahr stattfinden soll. „Die Leute wollen heutzutage nicht einfach nur Wein trinken, sie wollen Entertainment und viel Drumherum, auch Hintergrundwissen. Und das ist wichtig für uns, denn nur wenn die Menschen verstehen, wie viel Arbeit in einem Weinberg steckt, werden sie sich bewusst darüber, wieso eine gute Flasche Wein auf jeden Fall zwischen sechs und sieben Euro kosten muss“, so Schöffler.

Und Fragen haben die Besucher viele. Nachdem sie sich um die historische Kelter herum mit allerlei Kulinarischem wie Pizza, Waffeln, Zwiebel- und Salzkuchen sowie weiteren schwäbischen Leckereien eine Grundlage geschafft haben, zieht es die meisten auf den Wanderweg. Dort warten an fünf Stationen schon die Experten der Aspacher Weingüter und der Weingärtnergenossenschaft. Zur Stärkung gibt es an jeder Station neben immer verschiedenen Weinen und Sekten auch Deftiges und Süßes.

Die erste Station liegt zwar nur knapp 350 Meter von der Kelter entfernt. Aber wer hierher möchte, muss erst einmal das steilste Stücke des Wegs hinter sich bringen. Am Weinhäusle von Familie Föll gibt es ein kleines Platzproblem, kurzerhand wird ein Radlader zur Kuchentheke umfunktioniert – Ideen muss man halt einfach haben.

Weinbau Schwarz aus Allmersbach am Weinberg betreut die zweite Station. Verkauft wird ebenfalls aus einem alten Wengerthäusle heraus. Ab hier geht es erst einmal eben weiter, die Wanderer nutzen die Gelegenheit, um sich ihr Glas neu auffüllen zu lassen, bevor sie sich wieder auf den Weg machen. Zwischenstation ist ein alter Bilderrahmen mitten in den Weinbergen, der zum Fotografieren einlädt.

An der dritten Station wartet die Weingärtnergenossenschaft Aspach. Dort gibt es unter anderem die traditionelle und einzigartige „Keltermaus“ zu essen, ein Laugengebäck mit viel Butter.

An Station vier bei Weinbau Gruber aus Rietenau gibt es unter anderem „Hugo“ und ein Zelt schützt die Besucher prophylaktisch vor Regen und Sonne.

Die letzte Station, bevor es wieder zurück zur Kelter geht, ist die von Weinbau Holzwarth aus Kleinaspach. „Wir haben wirklich unheimlich interessierte Besucher heute“, sagt Chef Matthias Holzwarth. „Viele fragen uns nach der Lese und dem Weinjahr im Allgemeinen. Oder sie bringen Fotos mit, die sie zwischen den Stationen gemacht haben, und wollen wissen, welche Unterschiede es zwischen den einzelnen Sorten gibt.“

Die Wanderer haben Respekt vor den Stöcken und den Beeren

Nicht nur aus der näheren Umgebung sind die Gäste gekommen, viele von ihnen sind auch aus dem Kreis Ludwigsburg oder aus Esslingen. „Die Nähe zum Weinberg und die Nähe zu den Trauben ist für so eine Veranstaltung einfach ideal. So spürt jeder gleich die Verbindung zu unseren Weinen und das ist einfach wichtig“, erklärt Holzwarth. Und Günther Ferber, Vorsitzender der Weingärtnergenossenschaft Aspach, ergänzt: „Die Regionalität zu betonen und zu zeigen, dass wir hier auch etwas können und dass unsere Produkte von hoher Qualität sind, das ist unser Ziel.“ Weintrinken sei wieder „in“, jetzt gelte es, den Menschen zu vermitteln, dass es keine Weine aus Chile oder Südafrika braucht, sondern dass die Grundlage für einen guten Tropfen direkt vor der Haustür wächst.

Die ersten Trauben sind übrigens schon reif und so manch einer schnappt sich unterwegs eine Kostprobe. Doch nicht alle haben schon die richtige Süße und so gibt es manchmal ein sauer-verzogenes Gesicht. Doch vor allem eines spürt man: den Respekt der Wanderer vor den Weinstöcken und den Beeren.

An fünf Stationen, wie hier bei Holzwarth Weine aus Kleinaspach, können sich die Besucher stärken, bevor sie zur nächsten Wanderetappe aufbrechen.

© Jörg Fiedler

An fünf Stationen, wie hier bei Holzwarth Weine aus Kleinaspach, können sich die Besucher stärken, bevor sie zur nächsten Wanderetappe aufbrechen.

Jeane Santos Lokert und ihr Mann Jürgen Lokert genießen die ersten reifen Trauben – natürlich mit Genehmigung und quasi als Belohnung für ihr Engagement als Fotomodelle.

© Jörg Fiedler

Jeane Santos Lokert und ihr Mann Jürgen Lokert genießen die ersten reifen Trauben – natürlich mit Genehmigung und quasi als Belohnung für ihr Engagement als Fotomodelle.

Prost! Die Stimmung in den Weinbergen ist fröhlich und gelöst. Auch das Wetter ist ideal.

© Jörg Fiedler

Prost! Die Stimmung in den Weinbergen ist fröhlich und gelöst. Auch das Wetter ist ideal.

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Erstellt:
2. September 2019, 11:30 Uhr

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