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Weitere Demonstration gegen Corona-Auflagen in Stuttgart

dpa/lsw Stuttgart. Besorgte Bürger werden ebenso erwartet wie Impfgegner und Verschwörungstheoretiker. Sie haben schon am Wochenende in Stuttgart ihren Unmut über Corona-Beschränkungen geäußert, für den kommenden Samstag haben sie sich erneut angekündigt.

Ein Teilnehmer einer Protestkundgebung der Initiative „Querdenken“. Foto: Christoph Schmidt/dpa/Archivbild

Ein Teilnehmer einer Protestkundgebung der Initiative „Querdenken“. Foto: Christoph Schmidt/dpa/Archivbild

Im Streit um die Corona-Beschränkungen haben zuletzt Tausende in Stuttgart demonstriert - und auch für das kommende Wochenende werden mehrere Tausend protestierende Menschen auf dem Cannstatter Wasen am Neckar-Ufer erwartet. Die „Initiative Querdenken 711“ hat nach Angaben der Stadt für Samstag eine dreistündige Demonstration angemeldet. Hinter der Initiative steht der Unternehmer Michael Ballweg. Nach der Veranstaltung am vergangenen Samstag hatte er angekündigt, selbst keine Demonstration mehr organisieren zu wollen.

„Es werden Stand jetzt dieselben Auflagen gelten wie beim letzten Mal“, sagte eine Sprecherin der Stadt am Dienstag. Die Teilnehmerzahl werde wegen der Infektionsgefahr auf 5000 begrenzt. Am vergangenen Samstag waren zudem schärfere Vorgaben für den Infektionsschutz gemacht und größere Abstände zwischen den einzelnen Teilnehmern sowie 500 Ordner mit Mund-Nasen-Schutz verlangt worden. Zuvor hatten die Zeitungen „Heilbronner Stimme“ und „Mannheimer Morgen“ (Mittwoch) über den neuerlichen Protest berichtet.

In zahlreichen deutschen Städten gingen zuletzt Tausende Menschen gegen Beschränkungen in der Corona-Krise auf die Straße. Es gab auch Gegendemonstrationen. In Stuttgart fand den Angaben zufolge die größte Demonstration statt.

Kritiker befürchten eine Vereinnahmung durch Verschwörungstheoretiker und Rechtspopulisten. Kurz vor der Demo auf dem Wasen laden linke Demonstranten auch am kommenden Samstag (14.30 Uhr) zu einer Gegenkundgebung ein.

Weiter sucht die Polizei nach mehreren Unbekannten, die am vergangenen Samstag Teilnehmer der Stuttgarter Demonstration angegriffen haben. Eines der drei verletzten Opfer, ein 54 Jahre alter Mann, schwebe in Lebensgefahr, teilte die Polizei mit. Es werde wegen versuchter Tötung ermittelt und ein politischer Hintergrund weiter nicht ausgeschlossen. Der Staatsschutz sei in die Suche nach den noch unbekannten Tätern eingebunden, hieß es weiter.

„Derzeit gehen die Ermittler davon aus, dass die Täter die Männer gezielt angriffen haben“, sagte ein Polizeisprecher. In der Nähe des Tatorts seien zwei Schlagringe und weitere Gegenstände gefunden worden, die mit der Tat in Verbindung stehen könnten.

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Erstellt:
19. Mai 2020, 17:23 Uhr

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