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Neue Festnahmen nach Krawallnacht in Stuttgart

dpa/lsw Stuttgart/Berlin. Bei Krawallen in Stuttgart im Juni hatten sich Dutzende junge Männer Auseinandersetzungen mit der Polizei geliefert. Dafür sitzen einige schon im Gefängnis. Der Innenminister geht davon aus, dass weitere Festnahmen folgen - und spricht eine Warnung aus.

Menschen stehen vor einem geplünderten Geschäft in der Marienstraße. Foto: Julian Rettig/dpa/Archivbild

Menschen stehen vor einem geplünderten Geschäft in der Marienstraße. Foto: Julian Rettig/dpa/Archivbild

Bei den Ermittlungen zur Krawallnacht in Stuttgart rechnet Innenminister Thomas Strobl (CDU) mit weiteren Festnahmen. Die Polizei hat mittlerweile 79 Verdächtige ermittelt, die sich an den Ausschreitungen im Juni beteiligt haben sollen. 24 davon sitzen in Untersuchungshaft. Bei 13 mutmaßlichen Randalierern sind die Haftbefehle laut Polizei unter Auflagen außer Vollzug gesetzt worden. Bei drei weiteren wurden die Ermittlungen eingestellt. „Das ist nur ein Zwischenergebnis“, sagte Strobl. Kein Randalierer könne darauf zählen, nicht erwischt zu werden.

Die Ermittlungsgruppe „Eckensee“ hatte zuletzt am Donnerstag drei Verdächtige im Alter von 18 bis 21 Jahren festgenommen - zwei stammen aus Deutschland, einer aus Nigeria. Einer soll nach Angaben der Polizei den Reifen eines Streifenwagens zerstochen, ein anderer Polizeiwagen mit Flaschen beworfen haben; beide seien außerdem möglicherweise an Plünderungen beteiligt gewesen. Der dritte Festgenommene habe ebenfalls einen Streifenwagen attackiert.

Der Rechtsstaat habe sich bewährt und handele konsequent, sagte der Innenminister mit Blick auf die Ermittlungen. Absehbar sei die Krawallnacht nicht gewesen. „Ich kenne auch in den Sicherheitsbehörden niemanden, der das so vorhergesehen hätte.“

Mittlerweile habe sich die Lage an den Wochenenden erkennbar beruhigt. „Das liegt unter anderem an der hohen Polizeipräsenz und auch am abschreckenden Effekt unserer Ermittlungen“, sagte Strobl. Mittelfristig werde sich die Sicherheitspartnerschaft mit der Stadt Stuttgart auszahlen - auch wegen der geplanten Videoüberwachung und einer besseren Beleuchtung an zentralen Plätzen.

Bei den Krawallen hatten sich Dutzende vor allem junge Männer im Juni in der Stuttgarter Innenstadt Auseinandersetzungen mit der Polizei geliefert. Es wurden mehrere Beamte verletzt und Schaufenster zerstört. Bei den Ermittlungen hatten Polizei und Innenministerium in den letzten Tagen wegen fallengelassener Vorwürfe zwischenzeitlich von unterschiedlichen Zahlen von Verdächtigen und Festnahmen berichtet.

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Erstellt:
28. August 2020, 13:48 Uhr

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