Mann aus Baden-Württemberg
Weiterer Straftäter nach Syrien abgeschoben
Straftäter werden inzwischen fast im Wochentakt nach Syrien abgeschoben. Innenminister Dobrindt betont: „Rückführungen von Straftätern müssen konsequent durchgeführt werden.“
© Omar Sanadiki/AP/dpa/Omar Sanadiki
Der Flughafen von Damaskus
Von red/dpa
Deutschland hat einen 29-jährigen Straftäter nach Syrien abgeschoben. Wie eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums mitteilte, wurde der zuletzt in Baden-Württemberg lebende Mann direkt aus der Strafhaft zum Flughafen und mit einem Linienflug in die syrische Hauptstadt Damaskus gebracht. Es war die vierte Abschiebung eines syrischen Straftäters seit der Wiederaufnahme der Rückführungen in das arabische Land.
Nach Ausbruch des Bürgerkriegs in Syrien 2011 waren Abschiebungen dorthin ausgesetzt worden. Im Dezember 2024 endete die Herrschaft des Langzeitmachthabers Baschar al-Assad. Im Dezember 2025 wurde erstmals wieder ein Syrer in Begleitung der Bundespolizei per Linienflug nach Damaskus gebracht. Bisher beschränken sich Abschiebungen in das Land auf Straftäter. In Syrien sind zuletzt neue Kämpfe zwischen Truppen der Übergangsregierung und den kurdisch angeführten Syrischen Demokratischen Kräften (SDF) ausgebrochen.
„Rückführungen von Straftätern müssen konsequent durchgeführt werden“, sagte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU). Das sorge für „Ordnung, Orientierung und mehr Sicherheit“.
