Sommer-Dschungelcamp

Welche Kandidaten sorgen für Zündstoff?

RTL schickt 13 Kandidaten und Kandidatinnen aus vorherigen Staffeln ins Sommer-Dschungelcamp. Wie haben sie sich während ihrer ersten Teilnahme bei „Ich bin ein Star, holt mich hier raus!“ geschlagen? Wer bringt am meisten Zündstoff mit sich?

13 Kandidaten und Kandidatinnen kämpfen erneut um die Dschungelkrone.

© RTL / Stefan Gregorowius/Cast

13 Kandidaten und Kandidatinnen kämpfen erneut um die Dschungelkrone.

Von Carolin Klinger

Die vergangene Dschungelcamp-Staffel Anfang des Jahres mag langweilig gewesen sein – RTL bescherte sie dennoch hervorragende Quoten. Ein guter Grund also für den Privatsender, noch eine außerplanmäßige Staffel im Spätsommer hinterherzuschieben und damit das 20-Jahr-Jubiläum zu feiern.

Hinter dem Sommercamp steckt die Idee, einige von RTL als Legenden bezeichnete Kandidaten und Kandidatinnen noch einmal zum Kakerlaken-Festschmaus zu schicken. Prominente sollen es sein, die bereits bei „Ich bin ein Star, holt mich hier raus!“ teilnahmen, nicht gewonnen haben, aber aus der Menge herausstachen. Entweder, weil sie sich zu Publikumslieblingen entwickelten oder weil ihr Benehmen besonders nervig war – sodass sich Fans der Show besonders viel Streit-Potenzial erhoffen können. RTL hat die Kandidaten und Kandidatinnen nun bekannt gegeben, und wir stellen sie vor:

Giulia Siegel (Staffel 4, 2009)

Die Tochter des Musikproduzenten Ralph Siegel arbeitet als Model, DJane und Moderatorin und hat bereits einige Erfahrung bei Reality-TV-Formaten gemacht. Im Jahr 2009 begab sich die 49-Jährige für die Doku-Soap „Giulia in Love?!“ sogar auf die Suche nach einem neuen Partner. Damit fand Giulia jedoch weder die große Liebe noch den Quotenerfolg. Im Dschungelcamp sah man sie 2009 vor allem beim Kleinkrieg mit Ingrid van Bergen und gegen sämtliche Phobien ankämpfen, mit denen man im Dschungelcamp so konfrontiert wird. Sie schaffte es allerdings, dass eine Regel im Camp geändert wurde. Als sie nämlich beim Zigarettentauschen mit anderen Bewohnern im Dschungeltelefon gerügt wurde, verwies sie auf ihren Vertrag und bekam Recht. Seitdem steht im Regelwerk der Show, dass die Kandidaten ihre Zigaretten nicht an andere Bewohner verschenken dürfen. Schließlich musste sie vorzeitig wegen Rückenproblemen aufgeben. Ob sie im Sommercamp länger durchhält?

Sarah Knappik (Staffel 5, 2011)

Die 37-Jährige wurde 2008 bekannt durch ihre Teilnahme bei „Germany’s Next Topmodel“, wo sie zwar nur Platz 8 belegte, aber dennoch im Gedächtnis blieb. 2011 nahm Sarah Knappik – beziehungsweise Sarah Dingens, wie die Moderatoren Sonja Zietlow und Dirk Bach sie tauften – an der wohl aufsehenerregendsten Staffel des Dschungelcamps teil. Damals strapazierte sie die Nerven ihrer Camp-Mitbewohner so stark, dass mehrere von ihnen sie aufforderten, freiwillig zu gehen. Einzig Peer Kusmagk hielt noch zu ihr und wurde dafür mit der Dschungelkrone belohnt. Sarah gab schließlich auf. Ihr Auftritt im Sommer-Dschungel dürfte für Spannung sorgen.

Georgina Fleur (Staffel 7, 2013)

Georgina Fleur erwarb sich ihren Promi-Status im Jahr 2012 als Kandidatin von „Der Bachelor“. Diesen konnte sie zwar nicht von sich überzeugen, doch es reichte für den Einzug ins Dschungelcamp, wo sie siebenmal hintereinander von den Zuschauern in die Prüfung gewählt wurde. Die 34-Jährige hatte im Camp eine große Klappe – doch ihre Leistung in den Prüfungen blieb weit dahinter zurück.

Winfried Glatzeder (Staffel 8, 2014)

Das Comeback des Schauspielers Winfried Glatzeder als Dschungelcamper ist bei Fans der Sendung umstritten, da er bei seinem ersten Auftritt in Verruf geriet. Der 79-Jährige hatte einen Dauer-Clinch mit dem Nachwuchsmodel Larissa Marolt, bei dem es schließlich auch zu Handgreiflichkeiten kam. Weil sie sich ihre Hand an seinem Hemd abwischte, schlug er ihr auf den Arm und schubste sie weg.

Mola Adebisi (Staffel 8, 2014)

Mola Adebisi, einst beliebter Viva-Moderator, zeigte sich 2014 ebenfalls nicht von seiner besten Seite. Bei den gemeinsamen Prüfungen mit Larissa Marolt wollte er sich besser vor den Bewohnern im Camp darstellen, als er war, oder brach die Prüfung gleich ab. Das kam bei den Zuschauern nicht gut an, und der heute 51-Jährige sprach anschließend von dem enormen Imageschaden, den die Teilnahme im Dschungelcamp für ihn bedeutete. Umso erstaunlicher, dass er sich erneut Hunger und Häme aussetzen will.

David Ortega (Staffel 10, 2016)

Diese Personalie sorgt für viel Unverständnis unter den Fans des Dschungelcamps. Der 38-Jährige wurde durch diverse Auftritte in Reality-TV-Formaten, aber vor allem durch seine Rolle in der Scripted-Reality-Serie „Köln 50667“ bekannt. Im Gegensatz zu den anderen Sommercamp-Kandidaten blieb Ortega bei seiner Teilnahme im Dschungelcamp 2016 eher blass – er wurde direkt als erster von den Zuschauern rausgewählt. Inzwischen fällt er aber durch seltsame Auftritte in den Sozialen Netzwerken auf, bei denen er sich mit Rauschebart und langen Haaren als eine Art Druide inszeniert. Einige Dschungelfans äußern sich besorgt, dass Ortega womöglich psychische Probleme haben könnte und deshalb als Kandidat kritisch zu sehen sei.

Thorsten Legat (Staffel 10, 2016)

Alles andere als blass war dagegen der Auftritt des früheren Fußballprofis Thorsten Legat in der zehnten Staffel. Mit seinem Kampfruf „Kasalla“ wollte er es allen zeigen und schaffte es letztlich sogar auf den dritten Platz. Mit-Kandidatin Helena Fürst brachte ihn zur Weißglut, mit seinen Sprüchen ihr gegenüber polarisierte er. Bleibt abzuwarten, wie viel „Kasalla“ noch in dem 55-Jährigen steckt.

Kader Loth (Staffel 11, 2017)

Kader Loth, die wohl so um die 50 Jahre alt sein dürfte, gilt quasi als Mutter aller Reality-Sternchen. Bekannt wurde sie 2004 als Teilnehmerin bei Big Brother und ist seitdem aus dem Trash-TV nicht mehr wegzudenken. Mit spitzer Zunge und Lebensweisheiten wie „Im Leben geht es immer tiefer“ oder „Jeden Tag geht ein Vorhang auf“ avancierte sie im Dschungel zum heimlichen Liebling, auch wenn es am Ende nur für Platz 5 reichte.

Hanka Rackwitz (Staffel 11, 2017)

Hanka Rackwitz wurde 2000 bekannt als Teilnehmerin von „Big Brother“, ab 2009 war sie regelmäßig als Darstellerin in der Pseudo-Doku „mieten, kaufen, wohnen“ zu sehen. Im Dschungel machte die unter Zwangsstörungen leidende Kandidatin 2017 nicht nur Kader Loth das Leben schwer. Trotzdem schaffte sie es auf einen respektablen zweiten Platz.

Elena Miras (Staffel 14, 2020)

Die Schweizerin tingelte durch diverse Reality-Formate, wo sie durch Pöbeleien und ihre Beziehung mit Mike Heiter auffiel, der dieses Jahr ebenfalls Kandidat im Dschungelcamp war. Von ihm hat sie sich zwar getrennt, doch aus der Beziehung ging eine gemeinsame Tochter hervor. Im Dschungelcamp wollte sie ein anderes Gesicht zeigen – doch letztlich blieb sie sich selbst treu und verfiel wieder in Pöbeleien. Bei vielen Zuschauern kam ihre unverfälschte Art dennoch gut an. Sie belegte den sechsten Platz.

Daniela Büchner (Staffel 14, 2020)

Die 46-Jährige wurde an der Seite des Schlagersängers Jens Büchner bekannt, mit dem sie in der VOX-Doku „Goodbye Deutschland! Die Auswanderer“ zu sehen war. Ihre gemeinsame Geschichte endete jedoch tragisch, als Büchner 2018 an Lungenkrebs starb. 2020 trat sie dann in seine Fußstapfen und nahm am Dschungelcamp teil. Obwohl sie bei Mitcampern und Zuschauern aneckte, landete sie auf dem dritten Platz.

Eric Stehfest (Staffel 15, 2022)

Der Schauspieler gehörte von 2014 bis 2019 in der RTL-Seifenoper „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ zur Stammbesetzung. 2017 veröffentlichte er ein Buch, in dem er sich mit seiner zehn Jahre dauernden Crystal-Meth-Sucht auseinandersetzt. Im Dschungelcamp sorgte er für einen Eklat, als er sich weigerte, an einer Prüfung teilzunehmen. Er begründete es damit, dass ihn einige Mit-Camper nicht leiden könnten, und für die wollte er kein Essen erspielen. Außerdem hatte er generell wenig Lust, sich an die Regeln zu halten. Dennoch schaffte er es auf den zweiten Platz.

Luigi „Gigi“ Birofio (Staffel 16, 2023)

Mit seinen jeweiligen Freundinnen nahm der 24-Jährige an zahlreichen Trash-TV-Formaten teil und sorgte vor und hinter der Kamera für Dramen. Im Dschungelcamp gab er jedoch den gutmütigen Klassenclown – und wurde vom Publikum mit dem zweiten Platz belohnt.

Fest steht, dass „Ich bin ein Star, holt mich hier raus!“ wieder von Sonja Zietlow und Jan Köppen moderiert und dieses Mal in Südafrika gedreht wird. Dschungelarzt „Dr. Bob“ ist ebenfalls mit von der Partie. Wann der Sendetermin ist, hat RTL noch nicht bekannt gegeben.

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Erstellt:
13. Mai 2024, 14:36 Uhr

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