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„Weltweihnachtscircus“ setzt auf Pferde und Fahrrad-Pyramide

dpa/lsw Stuttgart. Mit Weltrekorden und ohne Wildtiere möchte der Weihnachtscirus in Stuttgart auch in diesem Jahr unter dem Zeltdach unterhalten. „Zurück zu den Wurzeln“, sagen die Veranstalter. Früher gab's schließlich auch keine Raubtiere in der Manege.

Die Pferdedressur eines Zirkus in der Manege des Weltweihnachtscircus in Stuttgart ihren Auftritt. Foto: Nikolai Huland

Die Pferdedressur eines Zirkus in der Manege des Weltweihnachtscircus in Stuttgart ihren Auftritt. Foto: Nikolai Huland

Weltrekord statt Wildtiere: Der sogenannte Weltweihnachtscircus in Stuttgart will bei seinem einmonatigen Gastspiel am Neckar einen Weltrekord präsentieren, auf Elefanten oder Löwen aber verzichten - wenn auch nicht ganz freiwillig. Schon in Städten wie Ulm und Heilbronn gelten seit einigen Jahren Wildtierverbote, seit dem vergangenen April auch in Stuttgart.

Zu sehen sind die internationalen Artisten und ihre Shows vom 5. Dezember bis zum 6. Januar auf dem Cannstatter Wasen. Nach Angaben der Veranstalter ist der Zirkus mit 200 Mitarbeitern der größte Weihnachtszirkus der Welt. Auf dem Programm stehen unter anderem der US-Actionclown Bello Nock und ein Auftritt des Pferdedressur-Künstlers Florian Richter mit der größten sogenannten ungarischen Post mit 20 Pferden. Bei dieser Nummer sitzt der Reiter nicht auf den Pferden, vielmehr steht er auf ihnen.

Geplant ist auch eine Hochseilnummer der Werner Guerrero Gruppe, die unter anderem eine Sieben-Mann-Pyramide auf Fahrrädern ausprobiert. „Dies wird sicher ein neuer Weltrekordeintrag im Buch der Rekorde“, warben die Veranstalter vorab.

Große Nummern mit Löwen, Tigern und Elefanten waren schon im vergangenen Jahr kein Thema beim Weihnachtscircus. „Und auch dieses Mal werden Pferde bei drei großen Nummern unsere Hauptattraktionen sein“, sagt Hubert Breukers vom Circus-Veranstalter Stardust Circus International. Bedenken äußerte er keine: „Zirkusse haben früher auch mal mit Pferden angefangen, Raubtiere kamen erst später dazu. Jetzt sind wir wieder dort angelangt, beim puren Zirkus, so wie er einmal war und wieder sein wird.“

Keine Seltenheit: Von den rund 200 Zirkusunternehmen in Deutschland haben nur noch 30 Wildtiere im Programm. Befürworter eines Verbots kritisieren vor allem die Bedingungen, unter denen die Tiere gehalten werden. Zirkusfreunde halten ein Verbot jedoch nicht für gerechtfertigt.

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Erstellt:
28. November 2019, 06:51 Uhr

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