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Wendt: CDU droht ähnliches Schicksal wie der SPD

dpa Filderstadt. Teile der Union haben sich nach Einschätzung des Chefs der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, von der Lebensrealität der Menschen im Land entfernt. „Wenn die Union diese Realität weiter ausblendet, dann läuft sie Gefahr, das gleiche Schicksal zu nehmen wie die Sozialdemokraten“, sagte Wendt am Samstag beim Bundestreffen der konservativen Werte-Union in Filderstadt bei Stuttgart. Die CDU sei keine 30- oder 40-Prozent-Partei mehr. Bei den Landtagswahlen in Thüringen, Brandenburg und Sachsen im Herbst werde es die CDU sehr schwer haben, weil dort die AfD stark geworden sei.

Der Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPoIG), Rainer Wendt schaut in die Kamera. Foto: Ingo Wagner/Archiv

Der Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPoIG), Rainer Wendt schaut in die Kamera. Foto: Ingo Wagner/Archiv

Wendt forderte einen Kurswechsel von der CDU. „Eine Politik, die im Ergebnis dazu führt, dass die Union immer schwächer und die AfD immer stärker wird, kann keine richtige Politik sein.“ Er frage sich, wer eigentlich den Wahlkampf für die AfD mache. „Manchmal habe ich den Eindruck, den Wahlkampf machen diejenigen auch in der Union, die sich mit linken Ministerpräsidenten treffen“, rief Wendt. Worauf das hinauslaufe, könne man etwa in Bremen betrachten.

In Bremen wollen SPD, Grüne und Linke ein rot-grün-rotes Bündnis schmieden. Wendt ist Mitglied der CDU und der CSU - und auch der Werte-Union, die sich als Vertretung der konservativen Strömung in der Union sieht.

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Erstellt:
15. Juni 2019, 13:15 Uhr

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