Wenig Sonne im Oktober

Der vergangene Monat war überdurchschnittlich dunkel und verregnet trotz vergleichsweise hoher Temperaturen.

Zwar zeigten sich die Bäume in der Region im Oktober besonders farbenfroh, der Himmel blieb jedoch meistens grau. Foto: A. Becher

© Alexander Becher

Zwar zeigten sich die Bäume in der Region im Oktober besonders farbenfroh, der Himmel blieb jedoch meistens grau. Foto: A. Becher

Von Lorena Greppo

GROSSERLACH. Ein wetterliches Auf und Ab liegt hinter uns, denn der vergangene Monat war in der Region alles andere als beständig. Seinem Namen ist der goldene Oktober in diesem Jahr zudem nur in Bezug auf die Laubfärbung gerecht geworden. Denn die Sonne tauchte die Region vergleichsweise selten in warmes Licht. Lediglich 68,4 Sonnenstunden hat die Wetterstation in Großerlach-Mannenweiler verzeichnet – das entspricht nur 55,1 Prozent des vieljährigen Mittelwerts von 124 Stunden. In der Mitte des Monats konnte ganze vier Tage lang nicht eine Stunde Sonnenschein verzeichnet werden, nämlich vom 14. bis zum 17. Oktober. Und auch am vergangenen Freitag wollte sich die Sonne nicht blicken lassen. Besonders wohltuend erschien daher der Samstag: 7,9 Sonnenstunden – der Höchstwert im gesamten Oktober – ließen den Monat versöhnlich ausklingen.

In der Mitte des Monats blieb die Temperaturanzeige oft einstellig.

Obwohl der Monat vergleichsweise dunkel war, wartete der Oktober in diesem Jahr mit überdurchschnittlichen Temperaturen auf. Von Frost war bislang noch nichts zu spüren, mit einer Durchschnittstemperatur von 9,6 Grad Celsius lag der Oktober um 1,2 Kelvin über dem vieljährigen Mittelwert. Der wärmste Tag war der 22. Oktober, der mit 19,5 Grad schon beinahe sommerlich anmutete. Das T-Shirt gegen einen Wollpullover eintauschen musste manch einer hingegen zur Mitte des Monats hin, denn in der Woche zwischen dem 10. und dem 18. Oktober wollte das Thermometer nicht auf eine zweistellige Anzeige klettern. Am 11. Oktober wurde mit lediglich 3,3 Grad Celsius in der Nacht das Temperaturminimum des Monats erreicht, zugleich verzeichnete die Wetterstation im Erdboden minus 0,2 Grad.

Für Spaziergänger wenig erquicklich, für Land- und Forstwirte hingegen ein Grund zur Freude war die Regenmenge im Oktober – frei nach der Bauernregel: „Bringt der Oktober viel Regen, ist’s für die Felder ein Segen.“ 96,7 Millimeter betrug die Niederschlagshöhe des vergangenen Monats insgesamt, das sind 120,1 Prozent des vieljährigen Mittelwerts von 80,5 Millimeter, der in den Jahren 1961 bis 1990 erhoben wurde. Lediglich an sechs von 31 Oktobertagen in diesem Jahr fiel überhaupt kein Regen, am nassesten war der 29. Monatstag mit 14,1 Millimeter Niederschlag. Besonders am Morgen lag oftmals Nebel über der Region, die Luftfeuchtigkeit betrug im Schnitt 84 Prozent. Schnee, Graupel und Hagel blieben bislang aus.

Auch in der kommenden Woche macht sich nach Einschätzung der Meteorologen noch kein winterhaftes Wetter in der Region breit. Vielmehr werden milde Temperaturen von bis zu 20 Grad erwartet. Zwar sollen heute noch ab und zu Regentropfen fallen, zur Mitte der Woche hin sollen sich die Wolken aber weitgehend auflösen, sodass die Sonne hervorkommt und uns ein heiteres Wochenende beschert. Zum Anfang der kommenden Woche hin zieht es sich dann wieder zu am Himmel, die Höchsttemperaturen sollen aber tagsüber konstant im zweistelligen Bereich bleiben.

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Erstellt:
3. November 2020, 06:00 Uhr

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