Willy-Brandt-Medaille für Jürgen Hestler

Beim 45. Roten Stuhl der SPD bekommt der Vorsitzende des Ortsvereins Weissacher Tal die höchste parteiliche Auszeichnung überreicht.

Als er ein paar einleitende Wort sprach, wusste Jürgen Hestler noch nichts von der bevorstehenden Ehrung. Foto: Alexander Becher

© Alexander Becher

Als er ein paar einleitende Wort sprach, wusste Jürgen Hestler noch nichts von der bevorstehenden Ehrung. Foto: Alexander Becher

Von Anette Hohnerlein

Weissach im Tal. Jürgen Hestler ahnte nichts, als am Ende der Diskussionsveranstaltung mit Saskia Esken Ulrich Noack das Wort ergriff. Der langjährige Kassier des SPD-Ortsvereins zählte die vielen Verdienste für die Partei auf, die sich Hestler im Lauf der letzten Jahrzehnte erworben hat. Er blickt auf eine 30-jährige Tätigkeit als Kreisrat und 29 Jahre als SPD-Kreisvorsitzender zurück, außerdem leitet er seit 33 Jahren den Ortsverein Weissacher Tal. Darüber hinaus hat er 1990 den Roten Stuhl als Veranstaltung ins Leben gerufen, die Eurocamp-Wochenendreisen für Familien organisiert, die Idee für den SPD-Bauwagen für Termine vor Ort gehabt und vor ein paar Jahren einen SPD-Stammtisch, den „Politisch“, initiiert – eine beeindruckende Liste an Verdiensten. Um diese unermüdliche politische Arbeit zu würdigen, hat der Ortsverein Hestler für die Willy-Brandt-Medaille vorgeschlagen, die höchste Ehrung, die die SPD an verdiente Mitglieder vergibt.

Alle haben im Vorfeld dichtgehalten, die Überraschung ist gelungen

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Alle Beteiligten hatten Stillschweigen vereinbart, auch Jürgen Hestlers Frau Irmgard hatte dichtgehalten. Und so nahm ein überraschter und sichtlich gerührter Jürgen Hestler aus den Händen der Bundesparteivorsitzenden die Medaille in Empfang. „Wir sind stolz, dich in unserer Mitte zu haben“, sagte Saskia Esken.

Es war reiner Zufall, dass Christoph Jäger seinem Freund und langjährigen Kreisratskollegen Hestler an diesem Abend ein Bild von Willy Brandt schenkte. Es stammt von dem Großerlacher Maler Werner Reutter und zeigt den ehemaligen Kanzler in jungen Jahren mit Gitarre und Zigarette. Die Medaille und das Gemälde sollen einen Platz in seinem Arbeitszimmer bekommen, sagt Hestler und betont: „Das hat für mich einen hohen Stellenwert. Viele in meiner Generation sind wegen Willy Brandt in die SPD eingetreten, er hat uns motiviert.“ Auf einem SPD-Parteitag 1991 in Bremen habe er sein Vorbild persönlich kennengelernt, ihm die Hand gegeben und ein paar Worte mit ihm gewechselt. Das sei ein Gänsehautmoment gewesen, erzählt Hestler bewegt.

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Erstellt:
19. April 2024, 06:00 Uhr

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