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Wirtschaftsvertreter mahnen in Coronakrise zur Eile

dpa/lsw Stuttgart. Das Coronavirus hat auch die Wirtschaft fest im Griff. Manche Branchen verzeichnen nahezu einen Totalausfall ihrer Geschäfte. Die Unternehmen mahnen: Um zu helfen, zähle nun jeder Tag.

Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU), Wirtschafts- und Arbeitsministerin in Baden-Württemberg. Foto: Marijan Murat/dpa/Archiv

Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU), Wirtschafts- und Arbeitsministerin in Baden-Württemberg. Foto: Marijan Murat/dpa/Archiv

Vor dem Spitzengespräch zu Corona-Hilfen für betroffene Unternehmen im Südwesten mahnen Wirtschaftsvertreter zur Eile. „Für Messebauer, Veranstalter, Reiseanbieter, Hoteliers und Gaststättenbetreiber, aber auch Teile des stationären Handels ist es durch die exponentielle Entwicklung der Auswirkungen des Coronavirus bereits fünf vor zwölf“, sagte der Präsident des Industrie- und Handelskammertages Baden-Württemberg, Wolfgang Grenke. Es gehe nicht um Wochen oder Monate, sondern um Tage.

Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) bespricht heute mit Vertretern von Unternehmen und Verbänden, wie die Folgen der Coronakrise für die heimische Wirtschaft abgefangen werden können. „Es ist gut, dass der Bund zügig reagiert und einen Drei-Stufen-Plan vorgelegt hat, den Baden-Württemberg unterstützt“, sagte Grenke. Das reiche aber nicht. Das Land müsse darüber hinaus selbst aktiv werden und zum Beispiel Förderprogramme anpassen. „Auf den Punkt gebracht: Das Geld muss schnell fließen, damit weder Unternehmen noch Arbeitsplätze verloren gehen“, sagte Grenke.

Der Handwerkstag sieht eine große Unsicherheit bei den Betrieben. „Die Betriebe sind zwischen der Fürsorgepflicht gegenüber den Mitarbeitern und dem Druck, Geld verdienen zu müssen, hin- und hergerissen“, sagte Landeshandwerkspräsident Rainer Reichhold. Das Messegeschäft sei fast vollständig zum Erliegen gekommen, ähnliches gelte für Textilreinigungen, die mit Hotels oder Gastronomen ihren Umsatz machten. Auch das Catering sei schon stark betroffen. Gerade kleinen Betrieben drohe zudem schon dann der komplette Stillstand, wenn nur einige Mitarbeiter in Quarantäne seien.

Hoffmeister-Kraut bekräftigte in „Mannheimer Morgen“ und „Heilbronner Stimme“ ihre Absicht, schnelle Hilfen auf die Beine zu stellen. Unter anderem müsse das Insolvenzrecht vorübergehend so geändert werden, dass durch die Coronakrise in Schieflage geratene Betriebe mehr Zeit bekämen, bevor sie ein Insolvenzferfahren anmelden müssen, forderte sie.

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Erstellt:
13. März 2020, 01:59 Uhr

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