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Wissenschaftler: Frust bei Integrationskursen abstellen

dpa Mannheim/Nürnberg. Integrationskurse müssen nach einer gemeinsamen Studie des Mannheimer Goethe-Instituts und des Leibniz-Instituts für Deutsche Sprache neu zugeschnitten werden. Zu viele Absolventen schafften die Prüfung nicht, was zu Enttäuschungen bei Lehrenden und Lernenden führe, sagten die beiden Institutsspitzen Henning Lobin (IDS) und Ingo Schöningh (Goethe-Institut) in Mannheim. Das anvisierte Prüfungsziel sollte ihnen zufolge das Level A2 sein und nicht wie derzeit das schwierigere Level B1. Das sei die Schlussfolgerung aus der Untersuchung. Diese zeige, dass momentan nur eine Minderheit das Level B1 schaffe. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) gibt hingegen eine Erfolgsquote von 60 Prozent an.

Ein Deutschbuch liegt in einem Integrationskurs (BAMF-Kurs) an einer Sprachschule auf dem Tisch. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Archivbild

Ein Deutschbuch liegt in einem Integrationskurs (BAMF-Kurs) an einer Sprachschule auf dem Tisch. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Archivbild

Die Institute fordern auch, dem Wildwuchs an Angeboten Einhalt zu gebieten. Die unterschiedlichen Kurse - etwa für Frauen oder Eltern - müssten durch drei nach Leistungsfähigkeit der Teilnehmer differenzierte Angebote ersetzt werden.

Das Bundesamt kann den Ergebnissen wenig abgewinnen und zeigt sich zufrieden mit den Erfolgsquoten. Von der Behörde heißt es, die Studie entspreche bei Testverfahren und Teilnehmerbasis nicht den üblichen Kriterien. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag sieht aber Nachbesserungsbedarf bei den Sprachkenntnissen der Absolventen. Sie reichten für eine Ausbildung oft nicht aus.

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Erstellt:
21. November 2019, 11:48 Uhr

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