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Wo sich Hunde und Halter pudelwohl fühlen

Spiegelberg zählt mit über zehn Euro pro Kopf zu den landesweiten Spitzenreitern bei den Einnahmen aus der Hundesteuer.

Die Vierbeiner mit den feuchten Schnauzen bescherten Spiegelberg im vergangenen Jahr Einnahmen von 21700 Euro. Aktuell sind in der Gemeinde 193 Hunde gemeldet. Foto: Pixelio/R. Lenz

Die Vierbeiner mit den feuchten Schnauzen bescherten Spiegelberg im vergangenen Jahr Einnahmen von 21700 Euro. Aktuell sind in der Gemeinde 193 Hunde gemeldet. Foto: Pixelio/R. Lenz

Von Nicola Scharpf

SPIEGELBERG. Spiegelberg scheint eine gute Umgebung für Hunde und ihre Besitzer zu sein. Laut einer Erhebung des Statistischen Landesamts Baden-Württemberg gehört Spiegelberg zu jenen sechs Kommunen im Südwesten, die im Jahr 2019 Einnahmen aus der Hundesteuer von über zehn Euro pro Kopf hatten. Im landesweiten Durchschnitt lag das Steueraufkommen aus der Hundesteuer rein rechnerisch bei 4,16 Euro pro Einwohner beziehungsweise bei einer Summe von 46,2 Millionen Euro.

Das höchste Aufkommen verzeichnete die Gemeinde Grömbach im Landkreis Freudenstadt mit 11,70 Euro gerechnet auf jeden Einwohner. Die Spiegelberger Einnahmen betrugen im vergangenen Jahr 10,14 Euro pro Bürger – was einer Gesamtsumme an Einnahmen aus der Hundesteuer von 21700 Euro entspricht. Auch in den Vorjahren 2015 bis 2018 bewegte sich das Aufkommen in diesem Rahmen, sagt Uwe Bossert. Woher das gute Abschneiden in der Statistik rührt, lässt sich für den Bürgermeister nicht eindeutig festmachen. Spiegelberg habe keinen überdurchschnittlich hohen Steuersatz: Für den ersten Hund werden im Jahr 100 Euro, für den zweiten und jeden weiteren 200 Euro fällig. In benachbarten Kommunen bewege sich die Hundesteuer in einem ähnlichen Rahmen. Einen extra hohen Steuersatz für die Haltung eines Kampfhundes erhebt die Gemeinde im Gegensatz zu anderen Kommunen nicht. In Spiegelberg gibt es aktuell 165 Hundebesitzer, 193 Hunde sind gemeldet. Die Zahl der Mehrfachhundebesitzer mit bis zu drei Tieren beträgt 24. Vielleicht ist es das ländliche Leben, dass sich die Vierbeiner und ihre Besitzer in Spiegelberg pudelwohl fühlen? „Da kann Spiegelberg eine positive Ausrichtung haben. Man kann in sehr kurzen Wegen draußen sein“, führt Bossert an. Aktive Werbung für ein Leben mit Hund unternehme die Lautertalgemeinde jedenfalls nicht. Sie biete lediglich den Service von 15 bis 20 Hundetoiletten auf ihrem Gemeindegebiet, sagt Bossert und zitiert den lapidaren Zweizeiler des verstorbenen Stuttgarter Ex-Oberbürgermeisters Manfred Rommel: „Des Bürgermeisters täglich Brot ist und bleibt der Hundekot.“

Hundebesitzer schätzen an ihrem Wohnort das hundefreundliche Umfeld. „Man kann viel machen mit den Hunden. Ich möchte nicht in der Stadt sein“, sagt zum Beispiel Bärbel Götz, die in Nassach eine Hundepension betreibt und mit ihren Gasthunden sowie ihrem eigenen Hund viel auf der Nassacher Eb spazieren läuft. Und auch Volker Mahler, der zusammen mit seiner Frau Mittelspitze züchtet, schätzt die Möglichkeit, mit den Tieren unkompliziert rausgehen zu können. „Da bietet sich ein Hund an.“

An den Zahlen des Statistischen Landesamts fällt auf, dass die Spitzenreiter Widdern an der Jagst, Grömbach, Nerenstetten, Dettighofen und Hausen ob Verena allesamt kleine Orte mit 2000, 1000 oder weniger Einwohnern sind. Aber auch das niedrigste Aufkommen an Hundesteuer von weniger als zwei Euro je Person hatten die kleinen Gemeinden Mühlenbach, Hofstetten, Hagnau am Bodensee, Alleshausen, Lautenbach, und Unterstadion. Sie alle zählen auch 2000 oder weniger Einwohner. Die Einnahmen aus der Hundesteuer liegen in der Landeshauptstadt Stuttgart übrigens mit 2,6 Euro pro Person deutlich unter dem landesweiten Durchschnitt.

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Erstellt:
22. August 2020, 11:30 Uhr

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