Landkreis Calw

Wolf hat Schafe im Nordschwarzwald gerissen

Kurz vor Weihnachten werden tote Schafe im Nordschwarzwald gemeldet. War es ein Wolf? Nun herrscht Klarheit – aber lässt sich auch ein konkreter Wolf ermitteln?

Rund um den Wolf herrscht nun Klarheit (Symbolbild).

© Julian Stratenschulte/dpa/Julian Stratenschulte

Rund um den Wolf herrscht nun Klarheit (Symbolbild).

Von red/dpa/lsw

Zunächst war es ein Verdacht, nun herrscht Klarheit: Ein Wolf hat im Nordschwarzwald kurz vor Weihnachten Schafe im Landkreis Calw gerissen. Die Untersuchung von Abstrichproben am Senckenberg Zentrum für Wildtiergenetik habe einen Wolf als Verursacher nachgewiesen, teilte das baden-württembergische Umweltministerium mit. 

Die Untersuchung von Proben sei noch nicht abgeschlossen. Gegebenenfalls könne noch ein Individuum ermittelt werden, hieß es. Dies könne noch bis zu zwei Wochen dauern, sagte eine Sprecherin des Umweltministeriums auf Nachfrage.

Wolf auf der Hornisgrinde soll geschossen werden

Am 23. Dezember vergangenen Jahres waren in der Gemeinde Egenhausen zwei tote Schafe gemeldet worden. Ein weiteres Schaf sei verletzt gewesen und habe erlöst werden müssen, teilte das Umweltministerium damals mit.

Wölfe beschäftigen gerade viele Menschen in Baden-Württemberg. Auf der Hornisgrinde im Nordschwarzwald soll ein Wolf geschossen werden, weil er sich Menschen zu häufig genähert haben soll. Neben ihm gelten drei weitere Wölfe in Baden-Württemberg als sesshaft. 

Dass es sich bei dem Vorfall in Egenhausen um den Wolf von der Hornisgrinde handelt, könne jedenfalls ausgeschlossen werden, da dieser einen anderen Haplotyp habe, sagte die Sprecherin. Beim Haplotyp handelt es sich um eine Art genetischer Marker.

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Erstellt:
9. Februar 2026, 10:50 Uhr

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