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Zelt vor Karlsruher Klinik soll Mitarbeiter schützen

dpa/lsw Karlsruhe. Ob Zelt, Container oder separater Eingang - damit besorgte Patienten mit Fieber und grippeähnlichen Symptomen angesichts der Coronavirus-Diskussion nicht die Notaufnahmen belasten, sehen sich Krankenhäuser gezwungen zu handeln. So hat die Karlsruher Vincentius-Klinik seit Mittwochabend ein Empfangszelt vor der Notaufnahme aufgebaut. „Es ist einfach eine Vorsichtsmaßnahme“, sagte eine Kliniksprecherin am Donnerstag. Das Krankenhaus habe das Zelt eigeninitiativ erstellt. Auch zum Schutz der Mitarbeiter.

An der Notaufnahme der Karlsruher Vincentius-Klinik ist ein Empfangszelt aufgebaut. Foto: Uli Deck/dpa

An der Notaufnahme der Karlsruher Vincentius-Klinik ist ein Empfangszelt aufgebaut. Foto: Uli Deck/dpa

Aus Sicht von Matthias Einwag, Landesverbandsgeschäftsführer der Krankenhausgesellschaft, ist das eine verständliche Maßnahme. „Oberstes Ziel ist es, dass Krankenhäuser den Versorgungsauftrag weiter erfüllen können.“ Dazu gehöre: „Das eigene Personal muss gesund bleiben.“ Breche das Coronavirus umfassender aus, sei eine mögliche Erkrankung des Personals die größte Herausforderung. Es sei deshalb wichtig, Versorgungswege klar zu strukturieren.

Einwag kann zwar verstehen, wenn Menschen verunsichert sind. Aber, so betonte er: „Für einen Abstrich braucht man nicht die Mittel des Krankenhauses.“ Er rief Kranke auf, bei einem Verdacht nicht einfach in die Notaufnahme zu gehen, sondern zu Hause zu bleiben und mit dem Hausarzt das weitere Vorgehen zu besprechen. Weil Krankenhäuser aber Kranke auch nicht einfach wegschicken können, ergreifen sie Maßnahmen wie die Karlsruher Vincentius-Klinik. Deren Zelt war zumindest am Donnerstag aber nicht stark besucht.

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Erstellt:
27. Februar 2020, 16:44 Uhr

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