Zuwanderer: Nur die Hälfte schafft den Deutschtest

Mehr als 200 000 Migranten nahmen an den Sprachkursen teil

Berlin /STN - Stuttgart Knapp 109 000 Migranten haben im vergangenen Jahr einen Integrationskurs erfolgreich beendet. Die Zahl der Teilnehmer lag insgesamt bei mehr als 202 000. Diese Zahlen nennt laut Stuttgarter Zeitung die Bundesregierung in ihrerschriftlichen Antwort auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktionim Deutschen Bundestag.

Ziel der Integrationskurse ist laut Regierung „die Erlangung des Sprachniveaus B 1 und die Vermittlung der Rechtsordnung, der Kultur und der Geschichte in Deutschland“. In den zurückliegenden Jahren hätten mehr als 90 Prozent der Kursteilnehmer das Sprachniveau B 1 oder A 2 erreicht. A 2 entspricht geringeren Ansprüchen. Nach offizieller Definition ist es dazu erforderlich, „sich in einfachen, routinemäßigen Situationen verständigen“ zu können.

Im Jahr 2018 hatten demnach 128 000 Personen an solchen Kursen teilgenommen, weil sie dazu verpflichtet waren. Das sind vor allem Flüchtlinge und Zugewanderte, die Arbeitslosengeld II beziehen. Weitere 74 000 kamen freiwillig zu den Kursen. Fast 54 Prozent schafften die Sprachprüfung auf dem Niveau B 1. Im Vorjahr war der Andrang auf die Integrationskurse noch erheblich größer. Da gab es insgesamt 292 000 Teilnehmer.

66 500 der Kursteilnehmer, die an der B-1-Prüfung gescheitert sind, erhielten die Chance, weitere 300 Stunden zu üben und den Test zu wiederholen. Allerdings haben nur zwei Drittel der Betroffenen diese Gelegenheit wahrgenommen. Von 46 700 Teilnehmern an Wiederholungskursen haben 12 000 das Sprachniveau B 1 nicht erreicht. Das sind mehr als ein Viertel.

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Erstellt:
23. März 2019, 03:04 Uhr

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