Zweite Corona-Welle nicht mit milden Mitteln zu brechen

dpa/lsw Stuttgart. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat angesichts steigender Corona-Zahlen von einer alarmierenden Lage gesprochen. Die Hoffnung sei gewesen, die zweite Welle mit vergleichsweise milden Mitteln zu brechen, sagte er am Freitag in Stuttgart. „Doch von dieser Hoffnung müssen wir uns nun verabschieden.“ Mit mehr als 4200 Neuinfektionen im Südwesten sei diese Zahl so hoch wie nie. „Man sieht also, dass da nochmal eine enorme Entwicklung stattgefunden hat.“ Die Zahl der Todesfälle sei „erschreckend hoch“. Vor allem über 80-Jährige erkrankten überdurchschnittlich häufig. „Wir müssen die Zahl der Neuinfektionen schnell und radikal runterdrücken“, sagte der Regierungschef.

„Es gibt keine klar erkennbaren Infektionsherde mehr, die wir gezielt bekämpfen könnten“, sagte Kretschmann. Innenminister Thomas Strobl betonte: „Die Lage ist nicht unter Kontrolle.“ Zwingend seien härtere Schritte nötig. Kretschmann sagte, die Gesellschaft könne es nicht hinnehmen, dass Hunderte Menschen sterben. „Mit dem Virus kann man leider nicht verhandeln und Kompromisse schließen“, sagte er.

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Erstellt:
11. Dezember 2020, 12:35 Uhr

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