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25. Turnier steht im Zeichen des Gedenkens

Der Kirchberger Vielseitigkeitswettbewerb findet erstmals ohne den tödlich verunglückten Parcourschef Gerd Haiber statt

Die Pferdefreunde Obertorhöfe sind zum 25. Mal der Gastgeber für das Turnier der Vielseitigkeitsreiter. Drei Tage lang wird es auf dem Gelände in der Kalkwerkstraße in Kirchberg an der Murr insgesamt 220 Starts geben. Dabei müssen sich die Teilnehmer auf einen neuen Parcours einstellen, den nun Michael Terigi entworfen hat.

Lokalmatadorin Lara Adelhelm startet heute beim Vielseitigkeitsturnier in Kirchberg mit Freestyle Blues. Foto: A. Becher

© Sportfotografie Alexander Becher

Lokalmatadorin Lara Adelhelm startet heute beim Vielseitigkeitsturnier in Kirchberg mit Freestyle Blues. Foto: A. Becher

(lau/hes). Wenn am heutigen Mittwoch sowie am Samstag und Sonntag insgesamt 220 Pferde – und natürlich auch ihre Reiter – zum Kirchberger Vielseitigkeitsturnier antreten, dann findet die Veranstaltung der Pferdefreunde Obertorhöfe zum 25. Mal statt. Eigentlich wäre das ja ein Grund zum Feiern. Doch in Feierlaune sind die Veranstalter nicht wirklich. „Vielmehr wird das Turnier dieses Jahr im Zeichen des Gedenkens an Gerd Haiber stehen“, erklärt Herbert Adelhelm, Vorsitzender der Pferdefreunde Obertorhöfe. Denn der langjährige Gelände-Parcourschef ist bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. „Ohne ihn wäre die Kirchberger Vielseitigkeit unvorstellbar“, heißt es in einem Nachruf im Programmheft. Sein schweres Erbe wird nun Michael Terigi antreten. „Die Streckenführung wird etwas verändert sein“, berichtet Adelhelm.

Das trifft auch zu auf die Dressur – einer Teildisziplin neben dem Geländeritt und dem Springen bei der Vielseitigkeit. In der Vergangenheit fand beim Turnier in Kirchberg die Dressurprüfung nämlich auf einer 20 mal 60 Meter großen Rasenfläche statt. Nun wird auf Sand auf 20 mal 40 Meter direkt vor dem Festzelt geritten. Was die Vorbereitungen betrifft, so zeigte sich Adelhelm gestern optimistisch: „Wir sind im Zeitplan, für den Mittwoch steht alles.“ Bange Blicke gehen dabei immer wieder in Richtung Himmel und auf den Wetterbericht. „Natürlich schauen wir darauf, wir haben ja kein Dach über dem Kopf, sondern müssen alles im Freien veranstalten. Aber solange es vom Regen her nicht schlimmer wird, ist es in Ordnung.“ Und die Wetterprognosen sehen für die drei Turniertage derzeit ganz gut aus.

Insgesamt 220 Pferde werden an den drei Tagen an den Start gehen, und dies ja gleich mehrfach in Dressur, Springen und Geländeritt. „Diese Teilnehmerzahl ist für uns optimal, von den Parkplätzen her sind wir damit an der Grenze“, sagt Adelhelm. Am heutigen Mittwoch sind zunächst noch die jungen Pferde am Start, die sich noch für das Bundeschampionat qualifizieren müssen. Dazu zählen die Geländepferdeprüfungen der Klassen A mit einem Stern und L. Am Samstag und Sonntag stehen dann die Vielseitigkeitswettbewerbe der Klassen A, E und L auf dem Programm.

Lokalmatadoren hoffen

auf gute Leistungen

Und natürlich sind neben Reitern aus Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz oder Hessen auch wieder einige Lokalmatadore der Pferdefreunde Obertorhöfe dabei. Dazu gehört Lara Adelhelm, die mit Freestyle Blues teilnehmen wird. Ihre Vereinskameradin Hanne Henning hofft auch auf eine gute Leistung. Aus der näheren Umgebung kommt außerdem Ulrich Stahl (RV Winnenden). Ob davon einer oder eine Chancen auf einen Podestplatz hat, dazu wagt Herbert Adelhelm lieber keine Prognose: „Da hängt immer auch viel vom Pferd ab“, sagt er. Zu den Favoriten zählen in der L-Vielseitigkeit unter anderem Daniela Czech-Ruff (RFV Herrenberg), Eva Terpeluk (RFV Ehingen) und Kerstin Annika Walker (TSV Altensteig). Für die heutige Geländepferdeprüfung der Klasse L hatte sich Ben Vogg angemeldet. Doch der Schweizer Vielseitigkeitsreiter, der an den Olympischen Sommerspielen 2016 in Rio de Janeiro teilgenommen hatte, wo er im Einzelwettbewerb den 43. Platz belegte, wird nicht den Weg nach Kirchberg machen. Aber auch ohne ihn wird beim Turnier der Pferdefreunde Obertorhöfe bestimmt interessanter Reitsport zu sehen sein.

Info
Der Zeitplan

Mittwoch, 10. April: Geländepferdeprüfung der Klasse A mit einem Stern (11.30 Uhr), Geländepferdeprüfung der Klasse L (13.30 Uhr), Stil-Geländeritt der Klasse A mit zwei Sternen (15 Uhr).

Samstag, 13. April: Dressur der L- und A-Vielseitigkeit (8 Uhr), Dressur der E-Ponyvielseitigkeit (16.30 Uhr), Springen der L- und A-Vielseitigkeit (8.15 Uhr), Springen der E-Ponyvielseitigkeit (16.45 Uhr).

Sonntag, 14. April: L-Geländeritt (8.30 Uhr), Stilgeländeritt (10.30 Uhr), A-Geländeritt (12.30 Uhr), Geländeritt der E-Ponyvielseitigkeit (16 Uhr).

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Erstellt:
10. April 2019, 06:00 Uhr

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